Zahnarzt-Kosten: drastische Steigerungen?

    Zahnarzt-Kosten sollen drastisch steigen

zuletzt aktualisiert: 15.06.2011

 

Eine drastische Steigerung der Zahnarzt-Kosten befürchten private Krankenversicherer durch die geplante neue Gebührenordnung. Bis zu 20 % Anstieg halten die Privaten für möglich - doch auch die gesetzlichen Kassen sehen die Gefahr höherer Zuzahlungen.


 

Die privaten Krankenversicherer schlagen Alarm. In der anstehenden überarbeiteten Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) sehen sie die große Gefahr, dass die Zahnarzt-Kosten in Zukunft drastisch steigen werden. Die 6 %, die das Bundesgesundheitsministerium als Honorar-Steigerung der Zahnärzte errechnet hat, halten die Privaten für massiv untertrieben - ihrer Meinung nach werden es mindestens 14 % sein, um die die Zahnarzt-Kosten ansteigen werden - und bis zu 20 % könnten es insgesamt werden.

Die privaten Kassen haben allerdings auch ein spezielles Problem. Denn die Zahnärzte können bei Privatpatienten anders abrechnen als bei Kassenpatienten. Bis zum 2,3-fachen des einfachen Regelsatzes sind ohne Probleme möglich, in begründeten Fällen ist auch die Berechnung des 3,5-fachen Regelsatzes möglich - und immer mehr Zahnärzte machen offenbar von dieser Möglichkeit Gebrauch. So hätte sich die Höhe der Privatrechnungen in einem Zeitraum von 9 Jahren um 144 % erhöht - ein Vielfaches der allgemeinen Preissteigerungsrate.

Die Annahme der Politiker, die Zahnärzte würden von den neuen Möglichkeiten keinen Gebrauch machen und zu einem “moderaten Abrechnungsverhalten zurückkehren”, wird seitens der privaten Krankenversicherungen für unrealistisch gehalten. Im Gegenteil - dort geht man davon aus, dass binnen kurzer Zeit eine Art “Abrechnungs-Optimierung” einsetzen würde, mit der Folge, dass die Zahnarzt-Kosten wie befürchtet drastisch steigen.

Doch nicht nur die privaten Krankenversicherungen sind besorgt, auch die gesetzlichen Krankenkassen sehen Kostensteigerungen anrollen: Die AOK hat bereits Modellrechnungen erstellt, denen zufolge die Zuzahlungen für bestimmte Behandlungen um bis zu 133 Euro gegenüber heute steigen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wahltarife der Krankenkassen: nicht immer sinnvoll

Allergikerbettwäsche: Krankenkasse muss Allergiker Matratzenbezug zahlen

Studie: Kaffee schützt vor Prostatakrebs

Darmkrebs: Schutz durch körpereigenes Protein

Parkinson: Risiko steigt durch Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln

Alzheimer: durch Stress begünstigt

Studie: Magen - Bakterien als Parkinson - Auslöser verdächtigt

Gesundheitsfonds 2011 mit Milliardenüberschüssen

DAK: Kassenriese mit Schieflage?

DAK: 800 Stellen in 2011 weg

Urteil: Mietvertragskündigung bei verspäteten Mietzahlungen rechtens

Handy - Strahlung: Hersteller wehren sich gegen WHO- Beurteilung

Strom sparen - auch in Privathaushalten wichtiger denn je

Datenskandal bei TomTom: Verkehrsdaten optimieren Radarfallen der Polizei

Microsoft: Skype für 8,5 Milliarden geschluckt

Verbraucherpreise 2011: Im August 2,3 % Steigerung

 

 

Weitere Meldungen, Artikel und Berichte

 

 

 

 

 

 

Verlinke oder bookmarke diesen Artikel!:

 

Delicious Bookmark this on Delicious

 

 

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen