Versorgungsgesetz 2011 zu einseitig?

Versorgungsgesetz 2011 zu einseitig?

zuletzt aktualisiert: 02.12.2011

 

Der Chef der KKH-Allianz-Krankenkasse hält das Versorgungsgesetz von 2011 für zu einseitig. Mehr Geld sei kein Allheilmittel gegen Ärztemangel, gab die Kasse in einer Pressemeldung bekannt. Inkonsequent sei das Versorgungsgesetz obendrein, so Kassenchef Kailuweit.

Das vom Deutschen Bundestag am 1. Dezember 2011 beschlossene Versorgungsgesetz wird bei der KKH-Allianz kritisch gesehen. Den Willen, dem akuten Ärztemangel auf dem Land entgegenzuwirken, sieht KKH-Allianz-Chef Kailuweit zwar durchaus positiv. Doch allein finanzielle Anreize reichten nicht aus, um dem Ärztemangel zu begegnen.

 

Versorgungsgesetz 2011: Geld allein reicht nicht

Auch soziale und kulturelle Aspekte spielten neben wirtschaftlichen Standortfaktoren eine Rolle. Dies sei Aufgabe der kommunalen Wirtschaftsförderung, nicht der Gesundheitspolitik.

Zudem sei das Versorgungsgesetz nur ein halbherziger Versuch, die Überversorgung in den Zentren in den Griff zu bekommen:

Zwar sei in ländlichen Gebieten eine Unterversorgung vorhanden - dort fehlten 800 Ärzte -, dem stünden jedoch 24.000 Mediziner gegenüber, die in Ballungsgebieten zu viel ansässig wären.

Verbindliche Regeln für Praxis-Schließungen gefordert

Kailuweit fordert daher verbindliche Regeln für die Schließung von ärztlichen Praxen in überversorgten Regionen. Wer unterversorgte Gebiete finanziell unterstützen wolle, müsse das dafür nötige Geld in überversorgten Regionen einsparen.

Trotz seiner Kritik am 2011er Versorgungsgesetz konnte Kailuweit auch Positives entdecken: Eine bundesweit einheitliche Notrufnummer hielt der KKH-Allianz-Chef für eine sinnvolle Maßnahme. Die Politik stelle hier das Wohl der Versicherten in den Vordergrund. So sei die Inanspruchnahme ärztlicher Hilfe schnell und unkompliziert möglich.(rm)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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