Vaterschaftstest Kosten

Die Kosten für einen Vaterschaftstest.

zuletzt aktualisiert: 20.02.2011

Dass ein Vaterschaftstest mit Kosten verbunden ist, leuchtet jedem ein. Wie hoch diese Kosten aber sind, ist nicht bei jedem Vaterschaftstest gleich.

Das Problem: Wenn keine ausreichende Sicherheit des Ergebnisses erreicht wurde, kann es nötig werden zusätzliche Merkmale zu untersuchen - so lange, bis eine ausreichend hohe Aussagefähigkeit erreicht ist. Und: Auch die Frage, in welchem Zusammenhang der Vaterschaftstest gemacht wird, also wer den Auftrag gibt, welches Labor ihn durchführt, das alles kann Einfluss auf die Kosten des Vaterschaftstests haben.

Noch vor wenigen Jahren waren die Kosten für einen Vaterschaftstest anlässlich eines Prozesses für drei Personen knapp im vierstelligen Bereich angesiedelt. Heute werben die Labore für Vaterschaftstests mit Preisen weit darunter - sogar unter 100 Euro werden die Untersuchungen bereits angeboten. Aufgrund der potentiellen Fehlerquellen (Bearbeitungsfehler, Verwechslungen, Manipulationen, Labor etc.) sollte jedoch ein als zuverlässig geltendes Labor beauftragt werden und die Entscheidung nicht allein aufgrund des Preises getroffen werden.

 


Wichtig zu wissen:

Ein Vaterschaftstest beziehungsweise ein Abstammungsgutachten, für das nicht beide Elternteile und Erziehungsberechtigten (bzw. das Kind selbst) ihr Einverständnis erklärt haben, darf geltendem Recht zufolge nicht durchgeführt werden. Wer es dennoch tut, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Verweigert ein Elternteil daher den Vaterschaftstest, muss  vor dem zuständigen Familiengericht ein Beschluss erwirkt werden, der trotz der Verweigerung des einen Elternteils einen legalen Vaterschaftstest ermöglicht.

 

Allerdings nehmen einige Väter das Risiko einer geahndeten Ordnungswidrigkeit gerne in Kauf, da sie die hohen Kosten unbegründeter Unterhaltszahlungen weit mehr fürchten als die Kosten für das “Knöllchen”. Ein weiteres Argument für den Vaterschaftstest auf eigene Faust und Kosten ist, dass schnellstmögliche Gewissheit den befürchteten langwierigen Gerichtswegen vorgezogen wird. Trotzdem bleibt es eine Ordnungswidrigkeit, auch wenn sich so mancher daran nicht stört.

 

Um auf die Eingangsfrage zurück zu kommen: ab etwa 200 Euro sollte man schon einkalkulieren für das Abstammungsgutachten. Was - nebenbei gesagt - im Vergleich zu jahre- und jahrzehntelangen Unterhaltszahlungen ein Klacks ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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