trennung verarbeiten

Trennung verarbeiten: wie geht´s am besten?

 

Die Trennung zu verarbeiten ist nach dem Ende einer Beziehung nicht einfach und ohne Frage ein schmerzhafter Prozess. Man kann es sich aber auch selbst unnötig schwer machen, wenn man sich nicht an ein paar Grundregeln hält, die ein notwendiges Übel leichter ertragen helfen.

Fatal wäre es, sich jetzt seinem Schmerz hinzugeben, was viele tun und was es noch viel schwerer macht, die eben erst erfolgte Trennung zu verarbeiten. Aber auch das Gegenteil schafft mehr Probleme, als es löst: frisch Getrennte sollten jetzt nicht zu viel von sich selbst erwarten. Besser ist es, nur in kleinen Schritten zu denken. Oft fühlt man sich in seinem Schmerz seiner Kräfte beraubt, große Aufgaben erscheinen dann schnell so, als könne man sie nicht bewältigen. Daher hilft es, sich kleinere Schritte zurecht zu legen, für die die Kraft eher reicht und die dann einfacher zu bewältigen sind. Gleichzeitig stellen diese kleinen Schritte nach erfolgreicher Bewältigung Erfolgserlebnisse auf dem Weg in die Normalität dar. Auch Psychologen raten häufig zu diesem Vorgehen.

 

Auch für eventuell aus der Beziehung hervorgegangene Kinder gilt dasselbe: nicht von jetzt auf gleich ein Patentrezept erwarten, sondern Stück für Stück ein Problem nach dem anderen lösen. Nicht das Ganze sehen, sondern das Problem in kleinere Teilprobleme aufteilen, diese nach Prioritäten sortieren und dann der Reihe nach abarbeiten. Und natürlich daran denken, dass auch und vielleicht gerade die Kinder ebenfalls an der Trennung zu knabbern haben.

 

Gefühle akzeptieren und sich selbst Zeit geben

Eine Trennung verarbeiten, schmerzt und kostet Zeit. Wichtig ist aber, diese Gefühle zuzulassen und zu akzeptieren - und ebenso zu akzeptieren, dass es seine Zeit brauchen wird, über die Trennung hinwegzukommen. Der neidische Blick auf den Expartner, der vielleicht schon wieder fröhlicher durch die Welt turnt, hilft nicht. Gerade, wenn die Trennung von ihm ausging, hat er meist schon früher damit begonnen, sich aus der Beziehung zu lösen - und somit einen Vorsprung, da (vielleicht sogar überraschend) verlassene Partner erst jetzt diesen Lösungsprozess einleiten können.

gesunde Ernährung, Sport, körperliche Betätigung: darauf sollte man achten und versuchen, sie in den Alltag einzubauen. Gerade Sport dient auch dem Abbau starker Emotionen und der Vorbeugung gegen Depressionen.

 

Bilanz ziehen

Aktiv die Trennung verarbeiten, heißt auch Bilanz ziehen: was war in der Beziehung ok? Was nicht? Wie wurde mit Problemen umgegangen, wie miteinander, gab es genug Vertrauen in der Beziehung? War genug Raum für freie Entfaltung jedes Partners da oder hat man sich eingeengt? Haben sich beide wohl gefühlt in der Beziehung?

Die Bilanzierung ist wichtig, damit man versteht, wieso es letzten Endes zur Trennung gekommen ist, damit man auch versteht, was man hätte besser machen können. Vor allem aber hilft dieses Verarbeiten dabei, möglichst wenig Ballast in eine spätere neue Beziehung mitzunehmen - denn die wird kommen. Und da sollten möglichst keine alten Probleme im Weg sein!

Im Laufe der Zeit kommt man dann an einen Punkt, an dem man das Geschehene einfach akzeptieren  - und mit dem Geschehenen abschließen muss. An dem man einsieht, dass man es nicht ungeschehen machen kann. Und dieser Moment wird kommen, auch wenn es seine Zeit dauern mag. Und wenn man die Last als zu schwer empfindet, um sie alleine tragen zu können:

für die Verarbeitung der Trennung professionelle Hilfe suchen - einen Psychologen oder psychologischen Therapeuten etwa. Das ist nichts Ungewöhnliches, Belastungen bei Trennungen oder Scheidungen erfordern oft professionelle, geschulte Hilfe - und sie wird auch von vielen in Anspruch genommen. Auf jeden Fall ist es wesentlich besser, als mit Medikamenten oder Alkohol mit der Situation klarzukommen zu versuchen. Auch das versucht mancher - und macht es damit nicht nur unmöglich, seine Trennung zu verarbeiten, sondern schafft sich damit auch noch neue Probleme.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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