Stromkosten: Kleinverbraucher müssen für Industrieentlastungen bluten

Verbraucher bluten für Stromkosten- Entlastungen der Industrie

zuletzt aktualisiert: 21.11.2011

 

Stromsonderkunden und Industrie haben einem Bericht der Frankfurter Rundschau zufolge Grund, sich über ein Präsent der Regierungskoalition zu freuen: Großverbraucher werden von den Gebühren für die Stromnetze befreit. Der Haken: Für Privatverbraucher und Kleinbetriebe wird es dafür teurer.

Die Änderung kam in letzter Minute und fiel zunächst kaum jemandem auf: Die Neuregelung der Stromnetzentgeltverordnung sieht für bestimmte Verbraucher eine Befreiung von den Gebühren für die Stromnetze vor. Betroffen: Unternehmen mit einem Stromverbrauch von mehr als 10 Gigawattstunden pro Jahr ohne größere Schwankungen. Profitieren werden nach bisherigen Einschätzungen einige hundert große Industriebetriebe, außerdem  Wärmepumpen- und Nachtspeicherheizungsbetreiber.

 

Privathaushalte und Kleinbetriebe zahlen die Zeche

Leidtragende sind vor allem kleinere Betrieb und Privathaushalte. Aktuellen Schätzungen zufolge können sich Drei-Personen-Haushalte auf eine Kostensteigerung von gut 26 Euro einstellen.

Der Bundesverband der Verbraucherschützer reagierte erbost und titelt auf seiner Website: “Regierung schröpft Verbraucher”.

Man agiere nach dem Motto “Ihr Bürger wollt die Energiewende, dann zahlt auch dafür”. Dieses Verhalten bezeichnete vzbv-Vorstand Gerd Billen als “dreist und zynisch”.

 

Bundesverband der Verbraucherschützer: “Einmalige Schweinerei”

Noch deutlicher wird der Energieexperte des vzbv, Holger Krawinkel: Er spricht von einer “einmaligen Schweinerei”. Der vzbv fordert eine angemessene Beteiligung der Wirtschaft an den Kosten der Energiewende.

Denn die entgangenen Einnahmen würden auch nicht gleichermaßen auf die übrigen Verbraucher umgelegt. Betriebe mit einem Jahresverbrauch von mehr als 100.000 Kilowattstunden etwa bräuchten die Umlage nur zu einem kleinen Teil tragen. Der Großteil der Kosten bliebe an Kleinbetrieben und Privathaushalten hängen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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