Spülmittelkartell: Kartellamt verhängt Millionenstrafe

Spülmittelkartell: Hersteller von Calgonit und Somat sprachen Preise ab

zuletzt aktualisiert: 23.11.2011

Millionenstrafe für Spülmittelkartell: Die Hersteller von Calgonit und Somat haben Preise und Preiserhöhungen abgesprochen - zum Schaden der Verbraucher. Nun verhängte das Kartellamt eine Millionenbuße.

 

In mindestens vier Fällen sollen der Henkel-Konzern und der britische Calgonit-Hersteller Reckitt Benckiser die Höhe ihrer Produktpreise abgesprochen haben. Preiserhöhungen seien sogar über Jahre hinweg miteinander abgesprochen worden, wie das Kartellamt mitteilte. Betroffen waren nicht nur die Maschinengeschirrspülmittel Calgonit von Reckitt Benckiser und Somat von Henkel, sondern auch die Waschmittelzusätze Vanish Oxi Action und Sil sowie die Allzweckreiniger Cilit Bang und Bref. Vanish Oxi Action und Cilit Bang werden von Reckitt Benckiser produziert, Sil und Bref kommen von Henkel.

 

Neben Preisabsprachen auch Reduzierung der Packungsgrößen vereinbart

Dabei gingen die Absprachen der beiden Hersteller über bloße Preisvereinbarungen hinaus: Auch indirekte Preiserhöhungen wie die Reduzierung der Packungsgröße bei gleichbleibendem Preis für Calgonit und Somat im Jahr 2006 sprachen Henkel und Reckitt Benckiser miteinander ab.

In einem zweiten Kartellverfahren ging es um den Informationsaustausch zwischen den Herstellern in Sachen Preiserhöhungen, Rabattforderungen des Einzelhandels und den Stand und den Verlauf von Verhandlungen mit den Einzelhändlern.

Dieses Verfahren über den unzulässigen Austausch wettbewerbsrelevanter Informationen dauert noch an. Auch gegen den Markenverband wurde ein Verfahren eröffnet, der Vorwurf lautet auf Unterstützung des wettbewerbswidrigen Informationsaustausches.

Henkel dank Kronzeugenregelung straffrei, Millionenbuße für Reckitt Benckiser

Der Somat-Hersteller Henkel ging straffrei aus, da das Unternehmen von der sogenannten Bonusregelung profitieren konnte. Bei der Bonusregelung handelt es sich um eine Kronzeugenregelung. Henkel erreichte die Straffreiheit, indem das Unternehmen die Kartellwächter über die wettbewerbswidrigen Absprachen informierte.

So glimpflich kam Reckitt Benckiser nicht davon, doch auch der Calgonit-, Cilit Bang- und Vanish Oxi Action-Hersteller profitierte von der Zusammenarbeit mit den Behörden und konnte eine Reduzierung der Geldbuße erreichen. Dennoch verhängte das Kartellamt eine Strafe von rund 24 Millionen Euro gegen Reckitt Benckiser und die verantwortlichen Angestellten des Unternehmens. Noch sind die Bußgeldbescheide nicht rechtskräftig.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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