Spermaqualität von Nikotin, Alkohol und Übergewicht kaum beeinträchtigt

Spermaqualität: Schädigung durch Rauchen und Alkohol gering

zuletzt aktualisiert: 18.06.2012

Die Fruchtbarkeit von Männern leidet offensichtlich kaum unter Nikotin, Alkohol oder Übergewicht. Was dagegen der Spermaqualität durchaus schaden kann: Unterhosen – zumindest manche.

Großes Aufatmen bei qualmenden, trinkenden und übergewichtigen Vätern: Offenbar ist die Schädigung des Spermas durch einen ungesunden Lebenswandel nur gering. Zu diesem Ergebnis jedenfalls kommt eine Studie der Universitäten von Sheffield und Manchester. Eine Untersuchung nahmen 780 Männer mit eingeschränkter Fruchtbarkeit sowie knapp 1500 Männer, die bereits Kinder gezeugt hatten, teil. Die Probanden wurden nach Lebensgewohnheiten und Gesundheit befragt, wobei besonders die Aspekte Nikotinkonsum, Alkohol, Ernährungsgewohnheiten, Gewicht, Krankheiten, Kleidungsgewohnheiten sowie Beruf eine Rolle spielten.

 

Überraschung: Lifestylefaktoren wirken sich kaum aufs Sperma aus.

Zum Erstaunen der Wissenschaftler war das Sperma der Männer, die nicht rauchten, kaum besser als das Sperma der Männer, deren Zigarettenkonsum bei täglich 20 Zigaretten lag.

Ebenso gab es keine nachweisbaren signifikanten Beleg für einen negativen Einfluss von Übergewicht oder Alkoholkonsum.

Nach Aussage von Studienleiter Andrew Povey beeinflussen diese "Lifestylefaktoren" zwar die Gesundheit im Allgemeinen, auf die Spermaqualität wirkt sich jedoch kaum aus.

 

Weit schädlicher: enge Unterwäsche!

Dagegen zeigten sich deutliche Unterschiede in der Spermaqualität zwischen Männern, die unterschiedliche Arten von Unterwäsche tragen. Weit stärker als Rauchen, Trinken oder Übergewicht scheint sich nämlich das Tragen eng anliegender Slips negativ auf die Qualität des Spermas auszuwerten. Eine besonders hohe Spermaqualität wiesen demnach diejenigen Männer auf, die auf eng anliegende Slips verzichten und stattdessen luftige Boxershorts bevorzugen.

Rat der Forscher: Luft und Bewegungsfreiheit gönnen.

Folgerichtig empfiehlt einer der Forscher, Allan Pacey von der Universität Sheffield, den Liebhabern von engen Slips, zumindest für eine Dauer von einigen Monaten auf die favorisierte Unterwäsche-Variante zu verzichten und stattdessen luftigere Unterwäsche zu tragen.

Natürlich empfehlen die Wissenschaftler trotz der Studienergebnisse, auf seine Gesundheit zu achten, zu fettes Essen sowie Nikotin und Alkohol zu vermeiden oder zumindest in vernünftigen Grenzen zu halten. Ein Totalverzicht nur aufgrund des Wunsches, Vater zu werden, sei dagegen nicht notwendig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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