Riester Zulagen: Rückforderung

Riester - Zulagen: Rückforderung ungerechtfertigt gezahlter Zulagen angelaufen

zuletzt aktualisiert: 08.07.2011

 

Die Riester -  Zulagen, die in der Vergangenheit zu Unrecht gewährt worden waren, werden derzeit von der Zulagenstelle zurückgefordert. Das sorgt für Unmut auf der einen Seite und für die Suche nach Verbesserungen auf der anderen.


In rund 1.5 Millionen Fällen sollen ungerechtfertigt ausgezahlte Zulagen für Riester-Verträge zurückgezahlt werden. Der Grund: Riester-Renten-Sparer hatten keinen Eigenbeitrag entrichtet, obwohl sie das dem Gesetz nach hätten tun müssen, und trotzdem die Zulagen für ihren Riester-Vertrag kassiert. Allerdings hat der Gesetzgeber die prekäre Situation wohl maßgeblich mit verschuldet.

Denn in vielen Fällen konnte es zu dem vermeintlichen “Missbrauch” nur kommen, weil sich die Situation der Riester-Sparer geändert hatte und sie - etwa nach der Geburt eines Kindes - plötzlich beitragspflichtig wurden - meist vermutlich ohne das zu wissen. Zudem ist die Bearbeitung der Riester-Zulage im Laufe der Zeit geändert worden: War es anfangs noch geplant, den Versicherungsberater einmal jährlich den Zulagenantrag mit dem Kunden gemeinsam ausfüllen zu lassen, wurde dieses Procedere schnell wieder abgeschafft. Seither erhält der Riester-Kunde vielfach ein Formschreiben seines Riester-Renten-Anbieters, dass er nur bei Änderungen zurückschicken braucht - und das vermutlich nur all zu oft mit Werbung verwechselt und umgehend entsorgt wird.

Nun will der Gesetzgeber Verbesserungen einführen. Immerhin soll in der Gesetzesnovelle die Möglichkeit vorgesehen werden, dass betroffene Kunden die nicht gezahlten Eigenbeiträge nachentrichten können. So könnten womöglich wenigstens in der Zukunft die Zulagen gerettet werden, mit deren Rückforderung für die Vergangenheit die Zulagenstelle bereits begonnen hat. Entsprechend fordern Verbraucherschützer den Gesetzgeber auf, für die Vergangenheit eine Heilungsmöglichkeit zu schaffen. So könne auch einem Vertrauensverlust vorgebeugt werden.

Das scheint in der Tat angebracht zu sein, denn angesichts der demografischen Entwicklung kann die gesetzliche Rente allein die Versorgung künftiger Rentner nicht stemmen. Private Vorsorge ist daher zwingend notwendig, will man nicht sehenden Auges auf die Altersarmut zusteuern. Daher kann es sich der Staat kaum leisten, das Vertrauen in ein Instrument zu zerstören, das einen Einstieg in die private Altersvorsorge darstellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Riester-Produkte oft mit mickrigen Renditen

Pflege-Riester untauglich?

Beschäftigungsaufschwung eine Mogelpackung?

ERGO entschädigt Riester-Kunden

Riester-Panne der ERGO weiter in der Kritik

ERGO: Riester-Panne schon seit Jahren bekannt

ERGO mit Riester-Panne und Sex-Skandal erpresst?

Lebensversicherung: Garantiezins in Gefahr?

Unisex-Tarife lassen Prämien kräftig steigen

ERGO: Abzocke mit Riester-Verträgen?

ERGO reagiert auf Sex-Skandal

Verband der PKV distanziert sich von “Exzessen” wie dem ERGO-Sex-Skandal

BGH: Banken dürfen keine Gebühr für Darlehenskontoführung verlangen

Deutsche Bank: Kartellverfahren der EU zu CDS

Deutsche Bank wird von den USA verklagt

Deutsche Bank: auch von Los Angeles verklagt

Werbeanrufe: verboten ohne nachweisbares Einverständnis, urteilt BGH

AOK: satte Mitgliederzuwächse

DAK: Kassenriese mit Schieflage?

DAK: 800 Stellen in 2011 weg

DAK: Stellenabbau

DAK: widersprüchliche Meldungen - Druck vom Amt?

DAK: Abrechnungsbetrüger entlarvt

DAK: Mitgliederschwund

Kündigungshilfe von der DAK

Zur Startseite
 

Verlinke oder bookmarke diesen Artikel!

Delicious Bookmark this on Delicious

 

 

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen