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Prozesskostenhilfe – Infoshot

 

Prozesskostenhilfe – die oft vergessene Finanzhilfe zum Recht

Der Glaube, sich generell die Durchsetzung seiner Rechte nicht leisten zu können, ist weit verbreitet. Zu teuer ist der Gang zum Anwalt und zum Gericht, meinen viele. Oft glaubt man, sich den Spezialisten, beispielsweise den bei Scheidungen dringend benötigten Anwalt für Familienrecht oder – bei arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen - den Anwalt für Arbeitsrecht nicht leisten zu können. Die Prozesskostenhilfe, die in vielen Fällen zum Tragen kommen kann, wird dabei vielfach vergessen. Die Prozesskostenhilfe war früher als sogenanntes Armenrecht bekannt – ein Begriff, der heutzutage nicht mehr passt, weil auch normal situierte Bürger je nach Fall in ihren Genuss kommen können.

 


Die Prozesskostenhilfe bezeichnet die Möglichkeit, sich die Gerichtskosten und die Kosten des eigenen Rechtsanwaltes ganz oder teilweise erstatten zu lassen. Damit Sie diese Prozesskostenhilfe bekommen können, müssen zwar ein paar Voraussetzungen erfüllt sein – das aber ist öfter der Fall als man gemeinhin glaubt.

Die Chancen stehen also gut. Ein guter auf das jeweilige Rechtsgebiet spezialisierter Anwalt wie zum Beispiel für Arbeitsrecht oder Scheidungen (Anwalt für Familienrecht), hilft Ihnen da sicher gern und kompetent weiter. Generell sind die Aussichten auf Prozesskostenhilfe gut, wenn dem Einkommen entsprechende Belastungen gegenüberstehen. Hohe Miete, Rückzahlungen für Kredite, Unterhalt – all das kann Ihre Chancen auf Prozesskostenhilfe erhöhen, da es unter Umständen bei der Gewährung berücksichtigt werden kann.


 

Ein grundsätzlicher Anspruch auf Prozesskostenhilfe kann für Sie zum Beispiel dann bestehen,

  • wenn der bevorstehende Prozess Erfolgsaussichten hat,
  • wenn Sie die Kosten der Prozessführung nach Ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen gar nicht bestreiten können, nur teilweise oder nicht in einer Summe und
  • wenn der Prozess auch von einer nicht bedürftigen Person in gleicher Weise geführt würde (Ausschluss der mutwilligen Prozessführung).

 

Ihr Anwalt wird Ihnen auch bei der Beurteilung der Aussichten auf Prozesskostenhilfe sicher gern behilflich sein. Stehen die Chancen gut, sollten Sie rechtzeitig einen Antrag auf Prozesskostenhilfe stellen.

Möglich ist, dass die Gewährung unter Auflagen erfolgt – also beispielsweise, dass der bevorschusste Betrag ganz oder in Raten zurückerstattet wird. Auch eine spätere Abänderung oder Aufhebung des Prozesskostenhilfebeschlusses durch das Gericht ist möglich – doch das ändert nichts daran, dass die Gewährung der Prozesskostenhilfe das unmittelbare Kostenrisiko zu mindern hilft und daher so manchen Prozess erst ermöglicht.

Verzichten Sie also nicht leichtfertig auf Ihr Recht - prüfen Sie Ihren Anspruch, fragen Sie Ihren Anwalt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Infos zur Prozesskostenhilfe:

Voraussetzungen | wirtschaftliche Verhältnisse | Anwalt | Gewährung | Belastungen | Gesetzesgrundlage | gedeckte Kosten | Antrag stellen

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