Fluggesellschaften: Urteile gegen Preisangaben von Ryanair und Air Berlin

Preisangaben für Flüge: Urteile gegen Ryanair und Air Berlin

zuletzt aktualisiert: 31.01.2012

Wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) mitteilt, ist zwei Klagen des vzbv gegen Air Berlin und Ryanair stattgegeben worden. Beide Fluggesellschaften müssen demnach in ihren Preisangaben im Internet künftig alle Gebühren berücksichtigen.

 

Air Berlin: 33 Euro Differenz zwischen tatsächlichem Preis und Werbepreis – 80 % Mehrkosten für den Kunden

 

Wie der vzbv meldet, hatte Air Berlin es versäumt, in seine Preisangaben Steuern, Flughafengebühren und Kerosinzuschläge mit einzuberechnen. Ebenso fehlte die Servicegebühr für das Bezahlen mit Kreditkarte oder Lastschrift. Das Ergebnis: Der beworbene Preis für einen Flug Berlin-Frankfurt betrug nur 41 Euro – tatsächlich wurden stattdessen jedoch 74 Euro fällig.

 

Dieser Gesamtpreis tauchte jedoch nur unterhalb der angegebenen Preistabelle auf.

Die Richter schoben dieser Preisauszeichnung dem vzbv zufolge einen Riegel vor: Soweit Gebühren und Zusatzkosten für den Kunden obligatorisch seien, müsse eine Fluggesellschaft immer korrekte Endpreise angeben.

Die bloße Nennung des tatsächlichen Endpreises an „irgendeiner Stelle im Buchungsvorgang“ reiche dagegen nicht aus.

 

Ryanair: Erst im dritten Buchungsschritt Hinweis auf Bearbeitungsgebühr

 

Die Fluggesellschaft Ryanair verlangte für die Bezahlung des Tickets eine Bearbeitungsgebühr von fünf Euro. Ausgenommen waren dem vzbv zufolge nur Zahlungen mit einer hierzulande kaum verbreiteten Prepaidkarte. Erst im dritten Buchungsschritt klärte Ryanair die Kunden über die zusätzlich anfallende Gebühr auf. Der vzbv argumentierte, dass die Zusatzgebühr für die Mehrheit der Kunden nicht zu vermeiden sei und die Gebühr somit Teil des zu deklarierenden Endpreises sei. Auch in diesem Fall entschieden die Richter gegen die Fluggesellschaft.

 

EU-Richtlinie fordert Preisangabe inklusive aller Nebenkosten.

 

Der vzbv bemängelt, dass viele Fluggesellschaften die Bestimmungen einer EU-Verordnung zu umgehen versuchen. Die Verordnung gilt seit November 2008 und verlangt die Angabe der Flugpreise inklusive aller Gebühren, Steuern und sonstigen Entgelt. Die Passagiere sollen auf diese Weise vor Lockangeboten geschützt werden. Der vzbv hat auf die von ihm festgestellten Verstöße mit der Einleitung etlicher Klagen und Abmahnungen reagiert. Rechtskräftig sind die beiden Entscheidungen gegen Air Berlin und Ryanair allerdings noch nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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