Praktikumsplätze

Praktikumsplätze: DGB fordert Ende des Missbrauchs

zuletzt aktualisiert: 05.05.2011

 

Praktikumsplätze werden nach wie vor nur all zu oft missbräuchlich vergeben: Nämlich um die eingesetzten Praktikanten als billige Arbeitskräfte auszubeuten. Das ist das Ergebnis einer Studie, die jetzt der DGB vorgestellt hat.


Die Studie beschäftigte sich mit Praktikumsplätzen, die mit frischgebackenen Hochschulabsolventen besetzt werden. Hierbei gaben 80 % der Praktikanten an, als vollwertige Arbeitskräfte eingesetzt zu werden. 75 % sehen sich fest in die Arbeitsabläufe eingeplant - ein Unding in den Augen des DGB-Vertreter. Statt Praktikumsplätzen nach erfolgreichem Hochschulabschluss, die der DGB ablehnt, sollten besser Trainee- und Berufseinsteigerprogramme im Rahmen regulärer Arbeitsverhältnisse angeboten werden.

 


Praktika hingegen seien Lernverhältnisse, was der DGB auch so im Gesetz definiert sehen möchte, um den Missbrauch zu stoppen, der mit Praktikumsplätzen betrieben wird. Auch fordert der DGB ein Recht auf Praktikumsverträge inklusive inem Plan, in dem die Lerninhalte und Lernziele definiert sind. Schließlich fordern die Gewerkschafter eine Aufwandsentschädigung für Praktikanten, die nicht unter 300 Euro liegen dürfe.

Gegenwärtig machen sich die schwarzen Schafe unter den Anbietern von Praktikumsplätzen die Hoffnungen der Praktikanten auf Übernahme zunutze. Die Hälfte aller Praktikanten hofft nämlich, nach dem Praktikum übernommen zu werden - doch nur gut jeder Fünfte erhält wirklich ein entsprechendes Angebot.

Für viele Praktikanten handelt es sich finanziell um eine problematische Zeit: Da die durchschnittliche Praktikumsvergütung auf inzwischen etwa 551 Euro gesunken ist, sind sie vielfach auf anderweitige Unterstützung oder Nebenjobs angewiesen - und jeder Fünfte muss Sozialleistungen beziehen, um über die Runden zu kommen.

Bewerbern, die auf der Suche nach geeigneten Praktikumsstellen sind, kann daher wohl nur empfohlen werden, sich möglichst viele verschiedene Angebote anzuschauen - und die Bedingungen kritisch unter die Lupe zu nehmen, ehe sie sich für einen Praktikumsplatz entscheiden. Ob allerdings die Fallstricke in den Stellenanzeigen immer so offensichtlich sind, darf bezweifelt werden. Es kann daher nützlich sein, bei der Jobsuche die Anbieter der Stellenangebote und Praktikumsplätze in einschlägigen Foren auf negative Erfahrungen anderer Leidensgenossen abzuklopfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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