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    Pflegeversicherung: Auch FDP-Fraktionschef Brüderle fordert kapitalgedeckte Pflegefinanzierung

zuletzt aktualisiert: 25.05.2011

 

Rainer Brüderle spricht sich für den Einbau einer kapitalgedeckten Finanzierung in das Pflegesystem aus, um künftige Beitragerhöhungen zu verhindern.


Der Mann hat Sinn für das richtige Timing. Nur knapp zwei Wochen, nachdem das “Deutsche Institut für Altersvorsorge” zur Vermeidung von Beitragssteigerungen in der Pflegeversicherung die Einführung einer verpflichtenden privatwirtschaftlichen kapitalgedeckten Kapitalanlage empfohlen hat (die mixed-zone berichtete), schlägt nun Rainer Brüderle in dieselbe Kerbe und fordert den Einbau eines “Pflege-Riesters” in die Pflege-Finanzierung.

Immerhin: Brüderle äußert sich in der Form, dass man “nicht wie in der Rentenversicherung [...] die Arbeitskosten in die Höhe schrauben” dürfe - und hat damit den wahrscheinlich einzigen sinnvollen Aspekt dieses Vorschlags in die Diskussion eingebracht - bei einer privat finanzierten Zusatzvorsorge wären die Arbeitgeber außen vor und würden von den von ihnen anteilig zu tragenden Kosten möglicher Beitragssteigerungen verschont.

Allerdings: dem Versicherten nutzt dies aller Voraussicht nach wenig. Denn ihn käme ein kapitalgedecktes System mit hoher Wahrscheinlichkeit erheblich teurer als die Erhöhung des Beitrags zur umlagefinanzierten gesetzlichen Pflegeversicherung. Das liegt zum einen schon am System selbst (Kapitaldeckung eines möglichen finanziellen persönlichen Schadens ist nun einmal teurer als die anteilige Finanzierung der Gesamtkosten, da ja bei weitem nicht alle Versicherten zum Pflegefall werden), zum anderen aber auch an den Vertriebskosten und mit zu finanzierenden Gewinnen der Finanzbranche, die die zum Brüderle-Vorstoß passenden Produkte bereitstellen müsste.

Die allerdings dürfte der Vorschlag des FDP-Vorsitzenden sehr freuen, deckt er sich doch weitgehend mit den Empfehlungen des “Deutschen Instituts für Altersvorsorge” (DIA) - einem Institut, dessen Gesellschafter aus der Finanzbranche stammen und dessen Geschäftsführer gleichzeitig eine leitende Position bei der Deutschen Bank bekleidet.

So hätten die Anbieter der jeweiligen Produkte etwas davon und ebenso die Arbeitgeber, die von Beitragssteigerungen entlastet würden. Wen stört es da noch, dass die Versicherten aller Voraussicht nach draufzahlen würden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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