Pflegeversicherung & Pflege

Pflegeversicherung: Kosten für Pflege werden sich laut OECD bis 2050 mindestens verdoppeln

zuletzt aktualisiert: 23.05.2011

 

Auf die Pflegeversicherung kommen wohl harte Zeiten zu: Die Kosten für die Pflege älterer Menschen werden sich gemäß einer OECD - Studie bis zum Jahr 2050 mindestens verdoppeln. Gerade in Deutschland werde laut OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) die Situation kritisch.


Steigende Lebenserwartung, vermehrte Berufstätigkeit bei Frauen und die nachlassenden familiären Bindungen sind die Punkte, die zu einem Pflegeengpass führen können. Denn der Pflegebedarf wird durch diese Umstände ansteigen - und besonders Deutschland erwartet dabei eine Situation, die mehr als kritisch werden kann. Denn hierzulande werden dann nahezu 15 % der Einwohner älter als 80 Jahre sein.

Gezielte Maßnahmen notwendig.

 

Die Autoren der Studie fordern daher gezielte Maßnahmen in der Pflegepolitik statt der von ihnen bemängelten stückweisen Ausbesserung.

Nachhaltige Strategien sind laut OECD notwendig. Die Experten fordern dabei konkret mehr Unterstützung für Pfleger aus dem familiären oder Freundeskreis,  die Schaffung eines geeigneten Rahmens für familiäre und institutionelle Pflege gleichermaßen, die Etablierung eines allgemeinen Anspruchs auf nach Bedürftigkeit abgestufte Pflegeleistungen, die Schaffung von Anreizen für den Beruf Altenpfleger sowie Prüfung und Verbesserung von Qualität und Produktivität in der Langzeitpflege.

Pflegeversicherung kann Kostenanstieg nicht verkraften.

In Deutschland ist heute bereits jeder 30. auf dauerhafte Pflege im Alter angewiesen, in Österreich sogar jeder 20. Einwohner. Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass der Anteil der Pflegekosten am Bruttoinlandsprodukt in den kommenden 40 Jahren von 1,3 % auf bis zu 2,7 % steigen wird.

Einen solchen Anstieg der Pflegekosten wird die gesetzliche Pflegeversicherung kaum verkraften. Eine zukunftssichere Reform ist gegenwärtig jedoch nicht in Sicht. Die Privatwirtschaft hat auf den drohenden demographischen Wandel und seine Folgen bereits reagiert: Zahlreiche Versicherer bieten inzwischen Pflegezusatzversicherungen an, die das finanzielle Risiko hoher Pflegekosten im Alter auffangen können.

Was die Pflegezusatzversicherung (hier weitere Informationen über die Pflegezusatzversicherung) unabhängig von den Leistungen der Pflegeversicherung auch noch interessant macht: Versicherte reduzieren damit ihr finanzielles Risiko auch in anderer Hinsicht. Denn noch springt der Staat zwar ein, wenn die Leistungen der Pflegeversicherung nicht für die Kosten ausreichen.

Doch versucht er auch, auf das Vermögen - wie etwa das endlich bezahlte Haus - zur Deckung seiner Kosten zuzugreifen. Selbst die Kinder können unter Umständen zu Zahlungen herangezogen werden. Eine private Pflegeversicherung ist derzeit eine der wenigen Möglichkeiten, solche Maßnahmen abzuwenden, wenn die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht ausreichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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