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PayPal wird Pflicht für Gelegenheitsverkäufer


 eBay führt für Gelegenheitsverkäufer Paypal-Pflicht ein

 

Ab dem 25.02.2010 gilt auf eBay die Paypal-Pflicht für Verkäufer mit weniger als 50 Bewertungspunkten. Gelegenheitsverkäufer müssen ab diesem Datum ihren Käufern die Möglichkeit einräumen, zur Bezahlung des gekauften Artikels den zu eBay gehörenden Bezahldienst Paypal zu nutzen. Dieser Zwang soll Medienberichten zufolge zum Wohle des Kunden sein, denn dieser profitiere vom Käuferschutz, falls ein bei eBay gekaufter Artikel nicht versandt wurde oder erheblich von der Beschreibung abweicht.

 

Sonderanfertigungen, Flugtickets, Softwarelizenzen, Dienstleistungen, immaterielle Güter oder nicht versandfähige Waren wie beispielsweise Fahrzeuge werden allerdings von vornherein nicht vom PayPal-Käuferschutz gedeckt. Auch behält sich PayPal in seinen Käuferschutzrichtlinien vor, selbst darüber zu entscheiden, ob ein erhaltener Artikel “erheblich von der Artikelbeschreibung abweicht” – und somit ersatzpflichtig ist.

 

PayPal-Pflicht führt zu höheren Gebühren

eBay gibt auf seiner Internetseite an, dass der PayPal-Käuferschutz für den Käufer “kostenlos” sei – was vermutlich nur halb stimmt: die für Ersatzleistungen kalkulierten Kosten dürften in die PayPal-Gebühren eingepreist sein. Diese Gebühren trägt zwar der Verkäufer, sie finden aber wohl meist trotzdem ihren Weg in den Kaufpreis und bleiben letztlich am Kunden hängen. Ganz preiswert ist die PayPal-Pflicht obendrein auch nicht: immerhin 1,9 % des Zahlbetrages (bei Monatsumsätzen unter 5.000 Euro) zuzüglich einer Pauschale von 0,35 Euro werden fällig. Auch wenn das auf den ersten Blick nicht nach viel klingt: bei einem Preis von 10 Euro für den gekauften Artikel macht sich der Zwang zu PayPal mit 5,4 Prozent des Kaufpreises bemerkbar. Bringt der verkaufte Artikel, was besonders bei Gelegenheitsverkäufern nicht selten vorkommen dürfte, gerade mal zwei Euro, dann werden gut 19 Prozent davon alleine für den Bezahldienst fällig. Dabei sind anteilige Gebühren für Verpackungskosten ebensowenig berücksichtigt wie die von PayPal unabhängige Verkaufsprovision, die eBay berechnet.

 

So wird abzuwarten bleiben, ob zumindest der Käuferschutz auf Sicht die Wogen glätten kann, die der PayPal-Zwang in manchen Foren schlägt. Die mit der PayPal-Pflicht verbundenen Kosten jedenfalls werden verständlicherweise nicht überall zur Beliebtheit der eBay-Maßnahmen beitragen.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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