Partnerwahl Studie: Frauen doch nicht wählerischer?

 

Ein Speed-Dating-Experiment soll nach Meinung von Forschern den Beleg dafür liefern, dass Frauen - im Gegensatz zur landläufigen Meinung – doch nicht wählerischer bei der Partnerwahl sind als Männer.

Die Ausgangsbasis war die Beobachtung, dass bei “normalen” Speed-Dating-Veranstaltungen Männer durchschnittlich die Hälfte aller Frauen wiedersehen wollen, die sie dort kennengelernt haben, Frauen umgekehrt aber nur in gut einem Drittel der Fälle Interesse an einem erneuten Treffen hatten. Allerdings – und das gab den Ausschlag für die Partnerwahl Studie – war den Forschern aufgefallen, dass es nahezu immer die Männer sind, die nach den Kennenlern-Gesprächen aufstehen und den Tisch wechseln, während die Frauen sitzenbleiben.

 

Studie zeigt verändertes Verhalten bei der Partnerwahl

Die Forscher vermuteten, dass dieses Vorgehen das Ergebnis beinflussen würde, und führten ein Speed-Dating-Experiment mit 350 Teilnehmern in 15 Runden durch, bei dem bei acht Runden wie gehabt die Männer die Tische wechselten, während bei den übrigen sieben Runden die Frauen von Tisch zu Tisch gehen mussten. Ergebnis: die Quote glich sich an. Nur in 43 % der Fälle wollten die Männer die Damen ein weiteres Mal sehen, während die Frauen jetzt 45 % der Männer gern wiedersehen wollten.

 

Tendenz erkennbar, aber Vorurteil nicht gänzlich widerlegt

Zwar ist das eine klare Tendenz, die aufzeigt, dass es durchaus einen Einfluss hat, wer sitzenbleiben und die Kandidaten kommen lassen darf und wer sich bewegen muss – die Partnerwahl Studie sagt jedoch nicht aus, dass Männer und Frauen gleich wählerisch sind. Denn die beiden Geschlechter in derselben Situation betrachtet weisen noch immer Unterschiede auf: Männer, die die Frauen auf sich zukommen lassen können weisen mit 43 % Wiedersehenswunsch eine höhere Quote auf als Frauen in derselben Situation, die diesen Wunsch nur in einem Drittel der Fälle verspürten.

Das kann damit zusammenhängen, dass die männlichen Teilnehmer der Partnerwahl Studie einfach weniger attraktiv waren – oder aber, dass die Studie mit 350 Teilnehmern schlicht nicht repräsentativ ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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