Nachwuchs

 

Wenn der Nachwuchs nicht von alleine kommen will

Bei vielen Paaren ist der Wunsch nach Nachwuchs vorhanden, doch der Erfolg will sich immer öfter nicht einstellen. Etwa jedes zehnte Paar scheitert bei dem Versuch, auf natürlichem Wege Nachwuchs zu bekommen. Damit einher gehen oftmals psychische Probleme, denn der über Jahre unerfüllte Kinderwunsch zerrt an den Nerven. Auch der sich selbst auferlegte Leistungsdruck fordert seinen Tribut. Depressionen und Beziehungskrisen bis hin zum Beziehungsende können die Folgen sein, wenn sich über lange Zeit der ersehnte Nachwuchs nicht einstellt. In dieser Situation entscheiden sich viele Paare dafür, in der Reproduktionsmedizin ihr Heil zu suchen. Das kann zwar natürlich den erhofften Nachwuchs bescheren, ganz ohne Risiko ist aber auch dieser Weg nicht. Gerade Frauen können, während der zur Erfüllung des Wunsches nach Nachwuchs notwendigen Behandlung, im Zuge Hormonbehandlungen unter Gewichtszunahme, Ödemen und Gemütsschwankungen leiden, auch ist das Infarktrisiko meist erhöht.

 

Zudem trägt die Frau die Hauptlast, selbst wenn die eigentliche Ursache für ausbleibenden Nachwuchs beim Mann liegen sollte – auch hieraus können sich psychische und partnerschaftliche  Probleme ergeben. Hierüber sollten Paare sich im Klaren sein, wenn sie in Sachen Nachwuchs die Reproduktionsmedizin in Anspruch nehmen. Diese Last wird einem keiner abnehmen können, auch wenn die in Aussicht gestellte Erfolgsquote ebenso verlockend sein mag wie die Tatsache, dass die gesetzlichen Krankenkassen in einer Vielzahl der Fälle hohe Zuschüsse für die Behandlungskosten gewähren.

Oft ist der Wunsch nach Nachwuchs allerdings so groß, dass die möglichen Probleme für vernachlässigbar gehalten werden. In dem Fall steht die Entscheidung für die bestmögliche Methode an. Diese kann nur vor dem Hintergrund einer Anamnese durch den Mediziner getroffen werden. Der medizinische Grund für den bislang ausbleibenden Nachwuchs ist letztlich mit ausschlaggebend für die Wahl der geeigneten Behandlung und muss daher zuvor in Erfahrung gebracht werden.


Zunächst den Grund für ausbleibenden Nachwuchs feststellen

Etwa 120 Fachzentren und Kliniken gibt es in Deutschland, die sich um die künstliche Befruchtung auf dem Wege der In-vitro-Fertilisation kümmern und in denen jährlich etwa 70.000 Behandlungen durchgeführt werden. Daran kann man erkennen, dass Nachwuchs - Sorgen und Nachwuchs – Mangel beileibe kein Einzelfall sind und Medien-Berichten zufolge ist ausbleibender Nachwuchs inzwischen ein Phänomen, das immer häufiger auftritt. Daher kann es kaum verwundern, dass immer häufiger die Dienste der Reproduktionsmedizin in Anspruch genommen wird. Hier kommen neben der In-vitro-Fertilisation, der “Befruchtung im Reagenzglas” auch andere Methoden zum Einsatz, etwa die intrauterine Insemination, bei der zuvor gewonnene Samenzellen mittels Katheter in die Gebärmutterhöhle übertragen werden. Auch ICSI, die intrazytoplasmatische Spermieninjektion, kann in Betracht kommen. Sie schließt sich häufig an, wenn Methoden, bei denen es eigentlich zu einer Spontanbefruchtung der weiblichen Eizelle kommen sollte, keinen Erfolg hatten, denn bei der ICSI wird das Spermium des Mannes direkt in das Zytoplasma einer Eizelle injiziert. Zwar ist ein Scheitern der Befruchtung relativ unwahrscheinlich, doch sind die regulären Mechanismen der natürlichen Selektion außer Kraft gesetzt, Die Auswahl von Eizelle und Spermium, aus denen der Nachwuchs hervorgeht, trifft die Medizin, nicht die Natur.

Immerhin sind die Erfahrungen mit der künstlichen Befruchtung und dem Nachwuchs mit medizinischer Hilfe positiv genug, dass auch die gesetzlichen Krankenkassen sich zum Teil mit hohen Zuschüssen an den Behandlungskosten beteiligen. Das ermöglicht es vielen Paaren, die gerne Nachwuchs hätten, die medizinischen Leistungen in Anspruch zu nehmen. Eine eingehende Beratung und Information – auch von fachlich kompetenter Stelle - sollte natürlich Voraussetzung sein, will man dem Nachwuchs wissenschaftlich auf die Sprünge helfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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