Mittel gegen Haarausfall

Welche Mittel gegen Haarausfall tatsächlich helfen

 

Welche Mittel gegen Haarausfall helfen tatsächlich?Keine Frage: Wenn die Haare dünner werden oder sich lichte Stellen zeigen, dann kann das für so manchen ein Grund zu echter Sorge sein. Bei der Menge an Mitteln gegen Haarausfall, die am Markt verfügbar sind, verliert man schnell die Übersicht - und man steht vor der Frage: Welche Mittel gegen Haarausfall helfen denn nun wirklich?

zuletzt aktualisiert: 10.04.2011

Die Antwort: Die Mittel gegen Haarausfall, die ihre Wirksamkeit bereits in Studien belegen konnten, sind gar nicht so zahlreich, wie es auf den ersten Blick den Anschein hat. Auch die Stiftung Warentest kommt zu dem Schluss, dass wirksame Mittel gegen Haarausfall im Wesentlichen auf zwei Wirkstoffe zurückgreifen: Minoxidil und Finasterid. Davon ist ein Wirkstoff - zumindest in Deutschland - verschreibungspflichtig. Finasterid. So bleibt für den “Hausgebrauch” nur Minoxidil übrig, das frei erhältlich und auch für Frauen (Ausnahme u.a.: Schwangere) geeignet ist. Um in Deutschland Finasterid-Präparate zu erhalten, wird dagegen ein Arztbesuch in der Regel unvermeidlich sein.

 


Tatsächlich gibt es durchaus auch noch andere Substanzen, die bei Haarausfall erfolgreich eingesetzt werden können. Eine davon ist Dutasterid. Dutasterid ist eine mit Finasterid verwandte Substanz und wesentlich wirkungsstärker. Doch ist Dutasterid für diesen Anwendungsbereich in Deutschland nicht zugelassen, außerdem ist die Rate der möglichen Nebenwirkungen im Vergleich zu Finasterid höher.

DCP: Mittel gegen Haarausfall aufgrund einer Autoimmunerkrankung

Eine andere Substanz, die ein erfolgreich eingesetztes Mittel gegen Haarausfall darstellt, ist DCP oder auch Diphenylpropenon. DCP kommt dann zum Einsatz, wenn die Ursache des Haarausfalls in einer Autoimmunerkrankung liegt. Die Alopecia areata, gemeinhin als kreisrunder Haarausfall bekannt, ist eine solche Autoimmunerkrankung, bei der die Abwehr des eigenen Körpers die Haare ausfallen lässt. DCP erzeugt eine allergische Reaktion der behandelten Hautstellen und lenkt die Körperabwehr somit gewissermaßen ab. Auch DCP ist nicht frei erhältlich, die Anwendung wird vom Arzt durchgeführt und muss regelmäßig wiederholt werden.

Für Frauen besteht auch die Möglichkeit, mit Antiandrogenen wie Cyproteron gegen den Haarausfall vorzugehen. Für Männer sind diese Wirkstoffe aufgrund der meist unerwünschten Nebenwirkungen in der Regel nicht geeignet. Antiandrogene sind meist verschreibungspflichtig und daher nicht frei erhältlich.

Auch Alfatradiol kommt gegen Haarausfall zum Einsatz und gilt bei Männern wie bei Frauen allgemein als gut verträglich.

Bei vielen Mitteln ist die Wirkung nicht wissenschaftlich belegt

Andere Mittel, wie etwa Biotin, konnten bislang nicht unter Beweis stellen, dass sie tatsächlich auch gegen Haarausfall wirken. Allerdings ist die kräftigende Wirkung auf Haare und Haarwuchs von Biotion weitestgehend anerkannt, zudem gilt Biotin als essentieller Wirkstoff für gesunde Haare. Auch für zahlreiche Aufbaustoffe ist ein wissenschaftlicher Beleg für die Wirksamkeit bisher nicht bekannt. Zu empfehlen ist generell, die Ursache für den Haarausfall durch den Arzt  feststellen zu lassen. Mittel gegen Haarausfall, die auf eine Senkung des DHT-Pegels abzielen (der bei androgenetischem Haarausfall eine große Rolle spielt), werden bei auf Autoimmunreaktionen basierendem Haarausfall selten die gewünschte Wirkung erzielen. Der Patient verliert somit unter Umständen Zeit, in der der Haarverlust fortschreitet. Unter Umständen erreicht der Haarausfall dann ein Ausmaß, bei dem eine Haartransplantation zur letzten Rettung wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wirkstoffe, die als Mittel gegen Haarausfall eingesetzt werden:

FinasteridMinoxidilDCP | Dutasterid | Cyproteron

 

Wirkstoffe zur Haarkräftigung: Biotin

 

Weitere Informationen zum Thema Haarausfall:

Haarausfall: Nikotinkonsum als Mitschuldiger | Retinolmangel | Auch Zytostatika können Haarausfall auslösen | Haarausfall durch Radiotherapie | Spannungshaarausfall | Chemotherapie | Haarausfall in der Schwangerschaft | Typhus | Valproinsäure/ Epilepsie | Diffuse Alopezie | Autoimmunreaktion | Androgenetische Alopezie | Begriffe: Effluvium | Begriffe: Anagenphase | Begriffe: Katagenphase | Begriffe: Telogenphase | Haarausfall Ursachen: letzte Rettung Haartransplantation? | Begriffe: Betablocker | Thallium-Vergiftung führt auch zu Haarausfall
 

Weiterführende Informationen (extern): Haarausfall | Open Directory Project

 

 

 

 

 

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