Minoxidil

Minoxidil - Haarausfall und Bluthochdruck im Visier

zuletzt aktualisiert: 30.03.2011

Minoxidil ist bekannt als Mittel gegen Bluthochdruck - doch auch bei Haarausfall wird Minoxidil mitunter sehr erfolgreich angewendet. In 70 bis 80 % der Fälle, in denen Minoxidil eingesetzt wird, soll der Haarausfall aufgehalten werden können - und bei nahezu 30 % kommt es Berichten zufolge sogar durch Minoxidil zu erneutem Haarwuchs. Auch bei Frauen, die unter einem diffusen Haarausfall leiden, wird dem Wirkstoff eine stabilisierende Wirkung nachgesagt. Ehe die Haartransplantation zum letzten Rettungsanker wird, scheint Minoxidil daher das Schlimmste verhindern zu können.

 


Bei Minoxidil handelt es sich um ein weißes kristallines Pulver, das zur Wirkstoffklasse der Antihypertensiva gezählt wird. Antihypertensiva sind blutdrucksenkende Arzneien, deren Anwendung im Bereich der arteriellen Hypertonie liegt. Die Wirkungsweise von Minoxidil im Bereich der Bekämpfung von Haarausfall ist noch nicht abschließend geklärt. Vermutet wird, dass sich die Kapillaren erweitern und infolgedessen die Durchblutung verbessert wird - außerdem soll eine Stimulation der Synthese der Follikel erfolgen.

Für die Anwendung gegen Haarausfall wird Minoxidil als Schaum und als Tinktur angeboten. Die Dosierungen bei Männern und Frauen sind dabei unterschiedlich. Erfolge werden nach etwa drei bis vier Monaten sichtbar, optimale Ergebnisse stellen sich bei Erfolg nach etwa 12 Monaten ein. Erfolge bleiben in der Regel für die Dauer der Anwendung erhalten - und die Haartransplantation bleibt mit Minoxidil somit vielfach erst einmal unnötig.

Gegen Bluthochdruck wird Minoxidil dagegen in der Regel oral mit steigender Dosis eingenommen, bis die erzielte Senkung des Bluthochdrucks dem Zielwert entspricht - oder bis die maximal zulässige Dosierung erreicht ist. Die Verabreichung erfolgt zumeist in Verbindung mit einem Betablocker oder einem Diuretikum (harntreibendes Mittel).

Erhältlich ist Minoxidil in Form der Präparate Regaine (Österreich: Rogaine), Lonolox, Alopexy (Schweiz), Loniten (Österreich, Schweiz) und Neocapil (Schweiz). Im Gegensatz zu anderen Mitteln - wie zum Beispiel Finasterid - ist Minoxidil (mit Ausnahmen) auch für Frauen geeignet und wird in einer speziellen Dosierung für weibliche Patienten angeboten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitergehende Informationen im Themenbereich ”Minoxidil”

Anwendungsgebiete | Haarausfall | Bluthochdruck | Wirkungsweise | | Anwendung (Lösung/ Schaum) | Verschreibungspflicht | Minoxidil in der Schwangerschaft | pulmonale Hypertonie | Phäochromozytom | Antihypertensiva | Regaine | Lonolox | Minoxidil bei Männern | Minoxidil bei Frauen | Nebenwirkungen | Wechselwirkungen | Kontraindikationen

 

 

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