Künstliche Befruchtung: Zwillinge öfter als normal

Künstliche Befruchtung: Zwillinge mit höherer Wahrscheinlichkeit als bei natürlicher Empfängnis

zuletzt aktualisiert: 08.12.2011

Dass künstliche Befruchtung zu Zwillingen führen kann - und das öfter als normal - ist mittlerweile bekannt. Wie hoch liegt die Wahrscheinlichkeit, durch künstliche Befruchtung Zwillinge zu bekommen - und was sind die Gründe?

Der Unterschied ist bemerkenswert: Während die Wahrscheinlichkeit für Zwillinge bei künstlicher Befruchtung bei sechs zu eins liegt (In-Vitro-Fertilisation), ist nur bei jeder 83. natürlichen Befruchtung eine Zwillingsgeburt zu erwarten. Folge: Die Quote von Zwillingsgeburten stieg in der Vergangenheit stark an. Der Einfluss, den die künstliche Befruchtung auf die Häufigkeit von Zwillingen hat, ist kaum zu übersehen.

 

Methoden der künstlichen Befruchtung erhöhen Zwillings- wahrscheinlichkeit

Ein Grund liegt in der Verfahrensweise: Werden der Frau statt einem gleich mehrere Embryos eingesetzt, erhöht sich die Chance auf eine erfolgreiche Fortpflanzung.

Doch auch der Einsatz von Hormonen im Rahmen der Fruchtbarkeitstherapie kann sich niederschlagen.

Dann nämlich können im weiblichen Körper mehrere Eibläschen heranreifen, wie das Portal fem.com berichtet.

Diese können dann auch auf ganz natürliche Weise befruchtet werden - so dass auch ohne künstliche Befruchtung Zwillinge - oder besser Mehrlinge - entstehen können.

Im Sinne der Eltern und der Ärzte ist diese Folge nicht unbedingt, denn mit der Zahl der Kinder steigt auch das Risiko für Mütter und Nachwuchs. Dass Zwillinge als Frühchen auf die Welt kommen, ist nicht eben selten - und die Belastung für den mütterlichen Körper während der Schwangerschaft ist enorm. Daher sprach sich die Bundesärztekammer schon im Jahr 2008 dafür aus, die Zahl der bei einer künstlichen Befruchtung eingesetzten Embryos auf höchstens zwei zu begrenzen. Bei Frauen über 38 Jahren sehen die Mediziner eine Obergrenze von drei vor, um die Chance auf Nachwuchs nicht zu stark zu verringern.

Wahrscheinlichkeit für Zwillinge auch durch Hormone und Vitamine beeinflusst

Weitere Faktoren als die künstliche Befruchtung, die ebenfalls Zwillinge zur Folge haben können, sind zum Einen in Lebensmitteln enthaltene Hormone und sogar bestimmte Diäten: So wies eine Studie aus den USA eine um den Faktor fünf verringerte Wahrscheinlichkeit auf Zwillinge oder Mehrlinge nach, wenn die Frauen sich völlig ohne tierische Produkte ernährten, Das Wachstumshormon IGF war im Blut der sich vegan ernährenden Mütter in erheblich geringerem Umfang nachzuweisen als bei den Müttern, die nicht auf Fleisch und tierische Produkte verzichteten. IGF Ist ein Wachstumshormon, das hormonbehandelte Tiere aufweisen.

Eine weitere Studie hat gezeigt, dass Folsäure ebenfalls einen Einfluss auf die Häufigkeit von Mehrlingsgeburten haben kann. In großen Mengen aufgenommen führt Folsäure einer Studie der Universität Aberdeen zufolge dazu, dass die Wahrscheinlichkeit, nach einer künstlichen Befruchtung Zwillinge zu bekommen, noch zusätzlich gesteigert wird. Eine hohe Dosierung des Vitamins führte in den Vereinigten Staaten dazu, dass die künstliche Befruchtung Zwillinge in einer um 13 Prozent höheren Zahl der Fälle zur Folge hatte. Andererseits ist auch ein Verzicht auf Folsäure nicht empfehlenswert, da das B-Vitamin Fehlbildungen verhindern hilft.(sh)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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