Künstliche Befruchtung: Krankenkasse doch nicht durch Förderung ergänzt?

Künstliche Befruchtung: Schröders Vorschlag in der Kritik

zuletzt aktualisiert: 08.12.2011

Der Vorschlag von Kristina Schröder, die Zuschüsse der Krankenkasse zur künstlichen Befruchtung mit staatlichen Leistungen aufzustocken, ist wachsender Kritik ausgesetzt.

Bund und Länder sollen sich an den Kosten für die künstliche Befruchtung beteiligen und so die Leistung der Krankenkasse aufstocken. Damit würde die finanzielle Belastung für betroffene Paare geringer. Was sich für auf künstliche Befruchtung angewiesene Paare mit beschränkten Mitteln gut anhört, stößt in der Politik auf Widerstand: Der Vorschlag von Familienministerin Schröder gerät zunehmend auf Kritik.

 

Widerstand im eigenen Lager

Die familienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dorothee Bär, bezieht - nicht ganz unerwartet - Stellung gegen Schröders Plan.

Es müsse in Zeiten der Haushaltskonsolidierung genau überlegt werden, so Bär, ob zusätzliche öffentliche Gelder in Maßnahmen investiert werden sollten, deren Erfolgsquote unter 20 Prozent liege.

Zudem sei die Behandlung weder für die Mütter noch für die Neugeborenen risikofrei.

Auch die schleswig-holsteinische Landesregierung ist offenbar nicht geneigt, Schröders Vorstoß zu unterstützen. Besonders bei Frauen in fortgeschrittenem Alter sei eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit nicht erwiesen, verlautet aus dem Sozialministerium in Kiel. Auch sei nicht auszuschließen, dass die psychische Belastung der betroffenen Paare durch die Verlängerung unerfüllbarer Hoffnungen zunehmen könnte.

Gegner vermuten Ablenkungsmanöver

Im gegnerischen Lager spricht man der Initiative der Bundesfamilienministerin mitunter gleich die Ernsthaftigkeit ab. Aus Baden-Württemberg ist von der dortigen Familienministerin Altpeter von der SPD zu vernehmen, dass die Zahl vieler ungeklärter Details eher den Verdacht aufkommen ließen, dass Schröder “gezielt von ihren familienpolitischen Fehlentscheidungen ablenken” wolle. Darüber hinaus empfahl sie Schröder, in Anbetracht des Widerstands in den eigenen Reihen zunächst zu klären, was sie eigentlich wolle und woher das Geld dafür stammen soll.(sh)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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