Künstliche Befruchtung: Krankenkasse zahlt zu wenig

Künstliche Befruchtung: Krankenkasse soll künftig mit staatlichen Zuschüssen ergänzt werden

zuletzt aktualisiert: 29.11.2011

Seit die Zuschüsse für künstliche Befruchtung von der Krankenkasse gesenkt wurde, sinkt auch die Zahl der Geburten durch künstliche Befruchtung. Familienministerin Schröder will das nun ändern und schlägt eine staatliche Förderung vor, mit der der Zuschuss der Krankenkasse zur künstlichen Befruchtung ergänzt werden soll.

Seit die Krankenkasse die künstliche Befruchtung nicht mehr voll bezahlt, sind die Geburtenzahlen zurückgegangen. Lagen sie früher noch bei rund 17.000 Geburten pro Jahr, kommen heute durch künstliche Befruchtung nur noch etwa 8000 Geburten zustande.

 

Vier Versuche kosten betroffene Paare 10.000 Euro

Das soll an dem relativ hohen Eigenanteil liegen, den Paare mit Kinderwunsch zu den Kosten beisteuern müssen. Denn die künstliche Befruchtung wird von der Krankenkasse nur noch zur Hälfte bezahlt, und auch das nur für die ersten drei Versuche. Den Rest zahlen die betroffenen Paare selbst.

Die Kosten sind nicht eben gering: bei drei Versuchen müssen die Paare rund 6000 Euro aufbringen. Klappt es erst im vierten Anlauf, stehen schon 10.000 Euro auf der Rechnung, da ab dem vierten Versuch komplett selbst bezahlt werden muss.

Für die künstliche Befruchtung sollen Krankenkasse, Staat und Paare zahlen

Zuviel für viele Paare, findet Familienministerin Schröder. Deshalb macht sie sich für eine neue Förderrichtlinie stark. Die künstliche Befruchtung soll außer von der Krankenkasse künftig auch vom Staat bezuschusst werden. Bund und Länder sollen sich ein Viertel der Kosten teilen und auf diese Weise die betroffenen Paare entlasten. Im Haushalt des Ministeriums sollen für das neue Programm bereits 10 Millionen Euro berücksichtigt sein, die Gesamtkosten für Bund und Länder werden auf 20 Millionen Euro beziffert. Ab April 2012 soll die neue Förderung anlaufen - wenn es nach der Ministerin geht.

Doch das ist noch längst nicht sicher. In der Unionsfraktion regt sich offenbar bereits erster Widerstand. So soll die familienpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Dorothee Bär, die Pläne in ihrer gegenwärtigen Form ablehnen. Bis es also soweit ist, dass die künstliche Befruchtung von Krankenkasse und Staat bezuschusst wird, könnte es daher noch einige Zeit dauern.(sh)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Künstliche Befruchtung: Widerstand gegen geplante Förderung wächst

Künstliche Befruchtung: Zwillinge häufiger als bei natürlicher Befruchtung

Nachwuchs & künstliche Befruchtung

Sperma: kaum Schädigung durch Nikotin, Alkohol und Übergewicht

KKH Allianz bei Kur-Ablehnungen führend

Übergewicht stört Therapie nach Prostatakrebs-Operation

Neuer Impfstoff gegen Prostatakrebs

Prostatakrebs: neues Mittel weckt Hoffnung der Patienten - und des Herstellers Bayer

Kaffeegenuss schützt vor Prostatakrebs

Blasenkrebs: Diabetesmedikament in Verdacht

Darmkrebs: Schutz durch körpereigenes Protein

Früherkennung: Drei von vier Männern sind Vorsorgemuffel

Parkinson: Risiko steigt durch Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln

Alzheimer: durch Stress begünstigt

Studie: Magen - Bakterien als Parkinson - Auslöser verdächtigt

Allergie: Kinder in Tierhaushalten mit geringerem Allergierisiko

Gesundheitsfonds 2011 mit Milliardenüberschüssen

DAK: Kassenriese mit Schieflage?

DAK: 800 Stellen in 2011 weg

Urteil: Mietvertragskündigung bei verspäteten Mietzahlungen rechtens

Handy - Strahlung: Hersteller wehren sich gegen WHO- Beurteilung

Strom sparen - auch in Privathaushalten wichtiger denn je

Datenskandal bei TomTom: Verkehrsdaten optimieren Radarfallen der Polizei

Microsoft: Skype für 8,5 Milliarden geschluckt



Zur Startseite
 

Verlinke oder bookmarke diesen Artikel!

Delicious Bookmark this on Delicious

 

 

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen