Krankenkassenbeiträge: Anstieg erwartet

Krankenkassenbeiträge: Anstieg von Wirtschaftsweisen erwartet

 

zuletzt aktualisiert: 08.11.2012

Eine deutliche Steigerung der Krankenkassenbeiträge erwarten die Wirtschaftsweisen für die nächsten Jahrzehnte. Dies geht aus dem gerade erschienenen Jahresgutachten des Sachverständigenrates hervor, den die Expertenkommission in Berlin vorstellte. Gegenwärtig sei die gesetzliche Krankenversicherung finanziell solide aufgestellt, doch das werde auf Dauer nicht so bleiben.

Der gesetzlichen Krankenversicherung und den Krankenkassenbeiträgen ist im Jahresgutachten des Sachverständigenrates ein eigenes Kapitel gewidmet. Darin stellen die Experten fest, dass die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zur Jahresmitte 2012 finanziell sehr gut dasteht. Auch gegen die fünf sogenannten Wirtschaftsweisen davon aus, dass das System der gesetzlichen Krankenversicherung am Jahresende ein Überschuss ausweisen wird, obwohl sich die positive Entwicklung des Vorjahres abgeschwächt hat.

Anstieg der Krankenkassenbeiträge unvermeidlich

 

Der Anstieg der Krankenkassenbeiträge ist langfristig jedoch unausweichlich, wenn man der Argumentation der Experten folgt.

Es sei nicht zu vermeiden, dass die Ausgaben in den kommenden Jahrzehnten spürbar ansteigen werden. Diese Ausgabensteigerung müsse mit einem entsprechenden Anstieg der Einnahmen einhergehen.

Die Sachverständigen empfehlen eine Reform auf der Einnahmenseite des gesetzlichen Krankenversicherungssystems durch einen "möglichst schnell beginnenden und zügig abgeschlossenen Übergang zu einem einkommensunabhängigen Arbeitnehmerbeitrag".

Reformen angemahnt

Auch für die Ausgabenseite mahnen die Experten Reformen an. An der Ausgabensteigerung um knapp 3,2 % im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr seien auch die Ausgaben für Arzneimittel beteiligt, die nach einer Ausgabensenkung im ersten Halbjahr 2011 gegenüber dem Vorjahreshalbjahr aktuell wieder um 2,8 % gestiegen sein. Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass die seit August 2010 ergriffenen Maßnahmen zur Begrenzung der Arzneimittelausgaben mittlerweile keine ausgabensenkende Wirkung mehr haben.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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