Jatropha Biodiesel

 

Selbst Airlines und Flugzeughersteller wie Boeing testen Jatropha auf seine Verwendbarkeit hin – erste Testflüge eines Jumbos mit einer Treibstoffmischung aus 50% Kerosin und 50% Jatropha wurden bereits absolviert. Die Einsatzmöglichkeiten für die ölhaltige Nuss scheinen also da zu sein.

 

Jatropha: ergiebig, robust und anspruchslos

Auch beim Anbau der Pflanze, die eigentlich Purgiernuss heißt, überwiegen die guten Nachrichten. Durch Jatropha werden in den Anbaugebieten, die oft genug in Entwicklungsländern oder schwach entwickelten Gebieten liegen, Arbeitsplätze geschaffen und Existenzen gesichert. Ein weiterer Vorteil der Pflanze ist, dass sie als gleichermaßen robust wie auch anspruchslos gilt und daher auch auf eher kargen und ertragsschwachen Böden gedeiht. Dadurch tritt sie nicht in Konkurrenz zu Pflanzen, die zur Nahrungsmittelproduktion benötigt werden und die auf fruchtbaren Böden angebaut werden müssen.

Aber hier könnte auch eine Schwachstelle der Wunderwaffe Jatropha liegen. Denn Experten rechnen damit, dass mit steigendem Bedarf und somit steigenden Preisen viele Kleinbauern letzten Endes die Pflanze dann doch auch auf fruchtbaren Böden anbauen werden. Als Folge befürchten die Experten steigende Lebensmittelpreise, weil die Anbauflächen für Nahrungsmittelpflanzen abnehmen würden. Am Ende stünde dann dieselbe “Tank statt Teller”-Diskussion, wie sie derzeit auch bei Rapsöl & Co geführt wird – ganz ohne Makel ist also selbst die Wunderwaffe Jatropha nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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