Haartransplantation

Haartransplantation: Einsatzgebiete und Methoden.

zuletzt aktualisiert: 15.03.2011

Haartransplantation ist für viele der Rettungsanker, wenn sich das Haupthaar lichtet. Mittlerweile gibt es zwar Medikamente, die einen fortschreitenden Haarausfall in vielen Fällen aufhalten können - aber wenn die Haarwurzeln nachhaltig geschädigt wurden, wachsen die ausgefallenen Haare nicht von alleine nach. Dann schlägt die Stunde der Haartransplantation.

Eine beginnende Glatzenbildung ist meist der Zeitpunkt, zu dem Betroffene zu Mitteln greifen, um den Haarausfall aufzuhalten. Vielfach gelingt das auch, doch die einmal ausgefallenen Haare wachsen oft nicht nach. Während man früher mit der Glatze leben musste oder auf ein Toupet auswich, bietet heutzutage die Haartransplantation Möglichkeiten, Haare an die kahl werdenden Stellen zu verpflanzen. Der Grund für die Durchführung von Haartransplantationen ist also häufig kosmetisch, falls der Haarausfall nicht schwerwiegende psychische Probleme aufwirft.

 


Neben der Behandlung von Glatzenbildungen kommt die Haartransplantation auch in anderen Fällen zum EInsatz. Hierzu zählen Augenbrauenrekonstruktionen, Bartersatz nach einer durchgeführten Hasenschartenkorrektur, Alopecie triangularis congenita oder der Ersatz von Schamhaaren, um nur einige zu nennen.

 

Unterschiedliche Methoden der Haartransplantation.

Seit den Beginnen der Haartransplantation im 18. Jahrhundert haben sich verschiedene Techniken der Haarverpflanzung entwickelt, die sich mitunter stark unterscheiden. Studien, die gesicherte Vergleiche ermöglichen würden, gibt es dagegen derzeit kaum. Die relevanten gängigen Methoden sind nachstehend aufgeführt.

Punch oder Stanztechnik

Die Punchtechnik geht auf den japanischen Dermatologen Okuda zurück. Hierbei werden kleine Durchschläge (punches) genutzt, um behaarte Hautteile in andere Bereiche zu transplantieren. Okuda verwendete für diese Transplantationstechnik 4-mm-Zylinder.

Mini- & Micrografts (MMG)

Die in Deutschland verbreitetste Technik der Haartransplantation. Ein behaarter Hautstreifen wird entnommen, und in mittlere und kleinere Hautteile mit Haarwurzel gegliedert. Diese Einzelhaare oder Haarinseln sind die Minigrafts beziehungsweise Micrografts, die dann an anderer Stelle eingesetzt werden. Der überwiegende Teil der drei bis neun Stunden, die die Transplantation dauern kann, wird auf die Vorbereitung der Mini- bzw. Micrografts (MMG) verwandt.

FUI - Haartransplantation durch Einsetzung follikularer Einheiten.

Die generelle Technik ist dieselbe wie bei den Mini- und Micrografts. Die Zergliederung der entnommenen Streifen erfolgt aber anders als bei den MMG in natürliche Bündelungen des entnommenen Haares. Daher auch der Begriff der “follikularen Einheiten”

FUE - Follicular Unit Extraction

Eine der derzeit modernsten Möglichkeiten der Haartransplantation, allerdings auch diejenige mit dem vermutlich höchsten Zeitaufwand. Die Haargruppierungen werden entnommen (Ausstanzen mit der Hohlnadel) und in einer Nährlösung gelagert, ehe sie in die haarlosen Hautbereiche implantiert werden. Die follikularen Einheiten bestehen dabei aus Haargruppierungen, die ein bis vier Haare aufweisen.

Fazit: Insgesamt hat die Haartransplantation seit ihren Anfängen erhebliche Fortschritte gemacht. Sie bietet heute fortschrittliche Techniken, die selbst bei androgenetischem Haarausfall Erfolge vorweisen und damit vielen Betroffenen eine positive - und vor allem behaarte - Perspektive bieten können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ursprünge der Haartransplantation
Kosten einer Haartransplantation
Wie lang dauert eine Behandlung?
Kosten der Behandlung im Ausland

Begriffe:

Follikel   |   Follicular Unit Extraction (FUE)   |   Punch   |   Mini-/Micrografts   |   Streifenentnahme & Einsetzung follikularer Einheiten (FUI)   |   Okuda   |   Storage   |   Insertion   |   Woods   |   Inaba

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Valproinsäure/ Epilepsie
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