Haarausfall stoppen

Haarausfall stoppen - aber wie?

 

Den Haarausfall stoppen - ist es noch früh genug? Oder ist es doch schon Zeit für eine Haartransplantation?Wenn sich das Haar lichtet und langsam die “Kniescheibe” sichtbar wird, macht sich so mancher Mann Gedanken, wie er den Haarausfall stoppen kann. Auch Frauen leiden oft unter Haarausfall. Wie kann der fortschreitende Haarverlust aufgehalten werden, was hilft gegen Haarausfall? Oder ist es von vornherein besser, sich von Anfang an mit einer Haarverpflanzung anzufreunden?

zuletzt aktualisiert: 05.04.2011

Wenn die Haare dünner werden oder sich - meist bei Männern - eine Landebahn bildet, kommen die Gedanken ganz schnell: Kann ich den Haarausfall stoppen? Oder muss ich künftig mit einer Glatze leben? Welche Mittel gibt es - und wirken die überhaupt?

Es gibt auf dem Markt eine Menge Tinkturen, Pillen, und Mittelchen aller Art, die helfen sollen, den Haarausfall zu stoppen. Selbst Shampoo gegen Haarausfall ist erhältlich und gehört zu den vielen Mitteln, die den Haarausfall aufhalten sollen. Und einige davon wirken tatsächlich - sofern das Mittel zum eigenen Haarausfall-Typ passt.

Die Mittel, die in Tests oft die besten Ergebnisse erzielen, enthalten meist die Wirkstoffe Finasterid oder Minoxidil - beides Wirkstoffe, die zu Beginn ihrer Laufbahn in ganz anderen Gebieten beheimatet waren. So ist Minoxidil ursprünglich als Mittel gegen Bluthochdruck eingesetzt worden, ehe entdeckt wurde, dass sich mit Minoxidil auch Haarausfall stoppen lässt. Ein weiterer Vorteil: Minoxidil-Präparate gegen Haarausfall sind meist rezeptfrei und der Wirkstoff ist (mit Ausnahmen) auch für Frauen geeignet.

 


Das ist bei Finasterid anders. Finasterid - ebenfalls ein wirksamer Haarausfallstopper - ist nur für Männer zugelassen und wird bei Prostatavergrößerungen eingesetzt. Finasterid ist in Deutschland rezeptpflichtig, setzt also eine vorherige (ohnehin empfehlenswerte) ärztliche Untersuchung voraus. Bei beiden Wirkstoffen ist der Anteil der Patienten, bei denen es tatsächlich gelingt, den Haarausfall zu stoppen, sehr hoch. Bei Finasterid konnte der Haarausfall in einer Studie in 90 % aufgehalten werden, und auch die Erfolgsquote von Minoxidil lag in einem ähnlich hohen zweistelligen Bereich. Auch das Wachstum neuer Haare konnte nicht selten beobachtet werden.

Alopecia areata: Um den kreisrunden Haarausfall zu stoppen, hilft oft am besten die topische Immuntherapie

Der kreisrunde Haarausfall, auch Alopecia areata genannt, hat andere Ursachen als anlagebedingte Haarausfälle. Beim kreisrunden Haarausfall handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, eine Entzündung, bei der der Körper die eigenen Haare abstößt. Einigen Fachleuten zufolge kann in diesen Fällen Kortison bei der Bekämpfung der Entzündung helfen. Doch die wirksamste Waffe gegen die Alopecia areata heißt wohl Diphenylcyclopropenon, kurz DCP genannt. Auf diese Substanz reagiert jeder Mensch allergisch, das Immunsystem wird somit quasi “abgelenkt”. Der Haken bei der Sache: Rötungen, Schuppen und Jucken der Kopfhaut können sich einstellen - und DCP ist nicht frei erhältlich. Die Behandlung wird von Hautärzten durchgeführt, die auch die DCP-Konzentration überwachen und dosieren.

Andere Therapien wie etwa die früher weit verbreitete PUVA-Therapie, bei der die durch Medikamente lichtempfindlicher gemachte Haut mit ultravioletten Strahlen bestrahlt wird, werden heute kontrovers diskutiert und kaum noch angewendet. Zudem steht langfristige PUVA-Behandlung in dem Ruf, das Hautkrebs-Risiko zu erhöhen - ein Risiko, dass wohl auch die schönste Haarpracht nicht wert ist.

Aber: es gibt sie offenbar tatsächlich. Mittel wie das verschreibungspflichtige Finasterid und das frei erhältliche Minoxidil können in vielen Fällen wirklich helfen, den Haarausfall zu stoppen. Und wenn auch die nicht anschlagen sollten und der Arzt nicht mehr weiterhelfen kann - dann gibt es ja immer noch die Option der Haartransplantation.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wirkstoffe, die eingesetzt werden, um Haarausfall zu stoppen:

FinasteridMinoxidilDCP | Dutasterid | Cyproteron

 

Wirkstoffe zur Haarkräftigung: Biotin

 

Weitere Informationen zum Thema Haarausfall:

Haarausfall: Nikotinkonsum als Mitschuldiger | Retinolmangel | Auch Zytostatika können Haarausfall auslösen | Haarausfall durch Radiotherapie | Spannungshaarausfall | Chemotherapie | Haarausfall in der Schwangerschaft | Typhus | Valproinsäure/ Epilepsie | Diffuse Alopezie | Autoimmunreaktion | Androgenetische Alopezie | Begriffe: Effluvium | Begriffe: Anagenphase | Begriffe: Katagenphase | Begriffe: Telogenphase | Haarausfall Ursachen: letzte Rettung Haartransplantation? | Begriffe: Betablocker | Thallium-Vergiftung führt auch zu Haarausfall
 

Weiterführende Informationen (extern): Haarausfall | Haut allgemein im DMOZ

 

 

 

 

 

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