Gesundheitsfonds 2011

Gesundheitsfonds: 2011 Überschüsse in Milliardenhöhe in Aussicht

zuletzt aktualisiert: 08.06.2011

 

Dem Gesundheitsfonds geht es 2011 blendend: Der GKV-Spitzenverband geht von Überschüssen in Milliardenhöhe aus. Dumm nur, dass dieses Geld bei den Kassen erst einmal nicht ankommt - und so die Finanznöte bleiben.


Die Konjunktur macht es möglich: Der Gesundheitsfonds schwimmt in Geld. Über zwei Milliarden Euro sollen es sein, die laut GKV-Spitzenverbands-Chefin Doris Pfeiffer Ende 2011 übrig bleiben werden - zusätzlich zur ohnehin vorgesehenen Rücklage von fünf Milliarden. So schön das für den Gesundheitsfonds sein mag - den Krankenkassen nutzt das nicht viel. Denn sie erhalten zwar ihr Geld aus dem Fonds, doch die Beträge sind weit im voraus festgelegt - die aktuelle Konjunktur und die sprudelnden Beiträge in den Fonds nutzen den Kassen also erst einmal gar nichts.

 

So sammeln sich die Überschüsse im Gesundheitsfonds an - und wecken allerlei Begehrlichkeiten, wie immer, wenn irgendwo Geld ist. Die einen fordern die Senkung des Beitragssatzes, die anderen wollen das Geld an die Kassen ausschütten. Es gibt auch welche, die die Überschüsse als Sicherheits- beziehungsweise Liquiditätsreserve nutzen wollen - so, wie es ursprünglich einmal angedacht war.

Ohnehin stehen künftige Überschüsse auf mehr als wackeligen Füßen: Die Kosten im Gesundheitswesen steigen schon aus Tradition, der Beitragssatz ist bei 15,5 Prozent zementiert worden - und in der Branche geht die Angst vor dem geplanten Versorgungsgesetz um. Denn die Befürchtungen gehen dahin, dass durch dieses Gesetz die Arzthonorare um bis zu 2,7 Milliarden Euro steigen könnten - Geld, das irgendwoher kommen muss.

Von Verbandsseite werden denn auch folgerichtig Änderungen am Entwurf des Gesetzes gefordert - schließlich seien die Honorare allein von 2007 bis 2011 bereits um über fünf Milliarden Euro gestiegen und den Krankenkassen seien weitere Belastungen schlicht nicht zuzumuten. Weitere Belastungen sehen Gesundheitsminister Daniel Bahr und seine ministerialen Mitarbeiter offenbar nicht auf die Krankenkassen zukommen.

Allerdings glaubt der Gesundheitsminister auch daran, dass der Zusatzbeitrag der Krankenkassen in den kommenden Jahren nur minimal steigen werde und dass die Pleite der City BKK ein “absoluter Sonderfall” sei. Auch damit befindet sich der neue FDP-Mann im Gesundheitsministerium auf Konfrontationskurs mit Brancheninsidern und ausgewiesenen Fachleuten - diese sehen nämlich schon bei bis zu 20 Krankenkassen die Alarmglocken schrillen und den Zusatzbeitrag innerhalb der nächsten etwa 7 Jahre auf 50 - 70 Euro anwachsen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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