Finasterid

Finasterid: Was kann es, wobei hilft es?

zuletzt aktualisiert: 15.03.2011

 

Finasterid ist ein Wirkstoff, den man in zahlreichen medizinischen Präparaten finden kann. Eingesetzt wird Finasterid vor allem in zwei Fällen: bei gutartigen Prostatavergrößerungen (benigne Prostatahyperblasie /BPH) und auch bei durch Androgene verursachten Haarausfall findet Finasterid Verwendung. Vor allem im Zusammenhang mit der Behandlung von Haarausfall ist Finasterid einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden.

 


In vielen Fällen beruht der Haarausfall auf der erblich bedingten Empfindlichkeit der Haarfollikel gegen DHT. DHT oder Dihydrotestosteron ist eine körpereigene Substanz, ein Metabolit des Testosterons - es wird also im Körper aus Testosteron gebildet. Besteht eine Überemfindlichkeit gegen DHT und liegt gleichzeitig ein hoher DHT-Level im Körper vor, dann kommt es zum Haarausfall. Finasterid hemmt die Bildung von DHT aus Testosteron und senkt so den DHT-Pegel im Blut. Solange der DHT-Pegel mit Finasterid niedrig gehalten wird, können vielfach die Haare wieder wachsen - sofern die Haarfollikel noch nicht verkümmert sind. Falls dieser Fall bereits eingetreten ist, wird man vergeblich auf ein Nachwachsen der Haare warten und eine Haartransplantation gehört zu den letzten Möglichkeiten der Problemlösung.

Studien konnten belegen, dass in bis zu 90 % der Fälle durch Finasterid ein fortschreitender Haarausfall aufgehalten werden konnte. Erfolge werden etwa ab dem 3. Monat der Finasterid-Verwendung sichtbar. Ehe eine Haartransplantation nötig wird, kann demnach der Wirkstoff Finasterid den ganz großen Kahlschlag oftmals aufhalten. Ist die Glatzenbildung allerdings schon weit fortgeschritten, kann es sein, dass auch die Einnahme von Finasterid-Präparaten zu spät kommt - und eine Haartransplantation doch der letzte Ausweg ist.

Im Sport gehörte Finasterid lange Zeit zu den verbotenen Substanzen. Finasterid eignet sich selbst zwar nicht als Dopingmittel, doch wurde es als Maskierungsmittel eingesetzt, weil es den Nachweis leistungsteigender Anabolika erschwert. Seit moderne Methoden Anabolika trotz Finasterid nachweisen können, hat es in diesem Bereich seine Bedeutung verloren und wurde inzwischen auch von der Dopingliste gestrichen.

Finasterid ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Bei Frauen ist Finasterid kontraindiziert, speziell schwangere Frauen sollten Finasterid keinesfalls verwenden - der Wirkstoff kann schon in geringsten Konzentrationen zu Fehlbildungen des ungeborenen Kindes führen. Über Wechselwirkungen von Finasterid kann nichts berichtet werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitergehende Informationen im Themenbereich “Finasterid”:

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