Ergo: Riester - Ärger

    ERGO: Abzocke mit Riester oder nur peinliche Panne?

zuletzt aktualisiert: 10.06.2011

 

Die ERGO kommt einfach nicht zur Ruhe. Nachdem der Versicherungskonzern zuletzt wegen Belohnungsreisen samt Prostituierten-Service in die Schlagzeilen gekommen war, geht es jetzt um zu hohe Verwaltungskosten, die die ERGO Riester-Sparern berechnet haben soll.


Aufgeflogen ist das Ganze wohl wegen redseliger ehemaliger selbständiger Vertriebsmitarbeiter. Die hatten nämlich der Presse gegenüber erklärt, dass zu Zeiten der Hamburg-Mannheimer -Versicherung in den Angeboten zu Riester-Verträgen die Kosten erheblich geringer ausgewiesen waren als später in den Verträgen. Der Unterschied konnte auf die Gesamtlaufzeit gesehen einige tausend Euro ausmachen.

Während seitens des Unternehmens zunächst von “Einzelfällen” im Zuge eines Tarifwechsels die Rede war, gingen die ehemaligen Mitarbeiter eher von tausenden betroffener Kunden aus, was dem Unternehmen zusätzliche Millionenbeträge in die Kasse gespült hätte. Ein weiteres pikantes Detail wurde bekannt, als die ERGO gestern eine Stellungnahme zu der Riester-Problematik herausgab. Denn noch weiß die ERGO zwar nicht, wie viele Fälle es insgesamt gibt, doch gibt sie an, dass der Fehler im Zusammenhang mit dem erwähnten Tarifwechsel und einem “Spezialantrag” entstand - und der wurde ausgerechnet von der HMI verwendet, also derselben Vertriebsorganisation mit ohnehin nicht gerade bestem Ruf, die gerade erst im Zusammenhang mit der Sex-Sause in der Budapester Gellert-Therme durch die Schlagzeilen ging.

Was den Umgang mit den betroffenen Riester-Kunden angeht, scheint die ERGO die Thematik schnell erledigen zu wollen: Diskussionen über den geltenden Kostensatz soll es wohl nicht geben - die Kunden hätten aufgrund der Angaben im Antrag Anspruch auf die dort genannten höheren Leistungen. Das ist für die betroffenen Kunden sicherlich erfreulich. Es fragt sich allerdings, ob die übrigen Kunden, die im selben Zeitraum beim selben Unternehmen eine prinzipiell identische Riester-Rente abgeschlossen haben, genauso begeistert sind, dass sie die höheren Kostensätze bezahlen müssen. Womit sie häufig unter dem Strich um einige tausend Euro schlechter gestellt sein dürften - und das nur, weil sie seinerzeit Anträge unterschrieben hatten, die unglücklicherweise bereits aktualisiert waren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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