EON Stellenabbau: Düsseldorf stärker betroffen als gedacht

Stellenabbau bei EON: Sozialplan mit Betriebsrat vereinbart

zuletzt aktualisiert: 14.06.2012

 

Der Energiekonzern EON hat sich mit seinen Betriebsräten auf einen Sozialplan geeinigt, der Vorruheständlern bis zu 70 % des letzten Nettoentgelts zusichert.

Für die 6000 Mitarbeiter, die der Stromkonzern EON in Deutschland abbauen will, hat das Unternehmen nun mit den Betriebsräten einen Sozialplan vereinbart. Ausscheidende Mitarbeiter, die 54 Jahre oder älter sind, können den Vorruhestand gehen – und das gilt sogar für 53-Jährige, die bereits besonders lange im Unternehmen beschäftigt sind.

Bis zu 70 % des letzten Gehalts erhalten die Mitarbeiter, die den Vorruhestand wechseln – und zusätzlich die Krankenkassenbeiträge sowie einen Ausgleich für die Rentenversicherungsbeiträge, die die Vorruheständler nicht mehr einzahlen können. Eine Hinzuverdienstgrenze soll es ebenfalls nicht geben. Abschläge müssen die Vorruheständler erst mit 63 Jahren hinnehmen, wenn sie in die reguläre Altersrente eintreten.

 

Alternative: Abfindung

Eine Abfindung zahlte ihren denjenigen Mitarbeitern, die die Voraussetzungen für den Vorruhestand entweder nicht erfüllen oder von sich aus nicht in den Vorruhestand wollen.

Diese beträgt 1,2 Bruttomonatsgehälter für jedes Beschäftigungsjahr. Zusätzliche 0,3 Monatsgehälter pro Beschäftigungsjahr sollen fällig werden für diejenigen Mitarbeiter, die sich besonders schnell entscheiden, was den maximal möglichen Wert auf 1,5 Bruttomonatsgehälter pro Beschäftigungsjahr ansteigen lässt.

Wer also monatlich 4000 € brutto verdient, seit zehn Jahren bei EON ist und sich schnell entscheidet, käme auf eine Abfindung von 60.000 €. Die allerdings muss, wie jede Abfindung, noch versteuert werden.

Keine Belastung der Sozialkassen.

Dem Konzern zufolge werden für die Umsetzung des Sozialplanes keine Unterstützungen der Sozialkassen in Anspruch genommen. Schon im vergangenen Jahr hat der Konzern für sein Sparprogramm, zu dem auch der Abbau von weltweit 11.000 Arbeitsplätzen gehört, Rückstellungen von 900 Millionen € gebildet.

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