E-Zigarette eGo-T: Langzeittest Teil 2

E-Zigarette eGo-T: Langzeittest geht in die zweite Runde.

zuletzt aktualisiert: 06.07.2012

Nachdem dem nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium vom Gericht verboten wurde, in der bisherigen Form vor E-Zigaretten zu warnen, sollte man meinen, dass sich die Verbraucher wieder auf Wesentlicheres bei der E-Zigarette konzentrieren können. Dazu gehört sicherlich auch, wie sich die E-Zigarette im Langzeittest bewährt. Und dabei gibt es durchaus einiges zu beachten, wie unser Test mit der eGo-T zeigt.

Auch ohne Störfeuer aus der Politik haben die E-Zigaretten noch mit erheblichen Problemen zu kämpfen, wie unser Langzeittest mit der eGo-T deutlich zeigt. Eine Schwachstelle dieser E-Zigarette ist offenbar ganz eindeutig der Verdampfer. Die Verdampfer der E-Zigarette eGo-T sind – sowohl nach eigener Erfahrung als auch der Auskunft im Fachhandel und bei der Hersteller-Hotline zufolge - Verschleißteile, was jeder wissen sollte, der sich mit dem Gedanken trägt, eine E-Zigarette zu verwenden. Der Grund: die Verwendung der eGo-T - und wohl auch anderer E-Zigaretten, die nicht als Einwegprodukt konzipiert sind -mit nur einem Verdampfer kann dazu führen, dass man in dem Moment, in dem der Verdampfer sein Leben im wahrsten Sinne des Wortes aushaucht, ohne Rauchutensilien dasteht - sofern man zuvor nicht für Ersatz gesorgt hat. Ungünstig, wenn das ausgerechnet dann passiert, wenn die Läden geschlossen sind. Mindestens zwei Verdampfer sind daher erste Dampferpflicht.

Breite Qualitätsstreuung bei Test-Verdampfern

Doch auch, wenn man für ausreichend Vorrat an Verdampfern gesorgt hat, kann dem Dampfer der Genuss gründlich vermiest werden. Denn offensichtlich hat der Hersteller gravierende Probleme, eine gleichbleibende Qualität seiner Produkte sicherzustellen – auch das wurde an der Hotline bestätigt, man sei jedoch dabei, das Ärgernis für die Zukunft abzustellen. Bis dahin jedoch bleibt es bei der schwankenden Qualität der Teile. So kam es im Test mehrfach vor, dass neu ausgepackte Verdampfer bei Inbetriebnahme ein Dampf entwickelten, der im Hals kratzt oder an einer erheblichen "Zugschwäche" litten.

Telefonische Rückfrage an der Hotline bestätigt ersten Eindruck. Immerhin: Kulante Umtauschregelung wird zugesichert.

 

Nachdem wir anfangs noch von einem Bedienungsfehler ausgingen, kristallisierte sich schon bald heraus, dass der Fehler nicht bei uns lag. Der schon erwähnte Anruf beim Hersteller bestätigte diesen Verdacht. Wie uns an der Hotline des Herstellers mitgeteilt wurde, war man offensichtlich vom Verkaufserfolg der eGo-T-E-Zigarette so überrascht, dass man sich nicht in der Lage sah, die notwendigen Stückzahlen in einer gleichbleibend hohen Qualität zu produzieren. So gelangten ungewollt wohl auch minderwertige Verdampfer in den Vertrieb. Das Problem sei aber bekannt und würde künftig behoben. Bis dahin jedoch hätten Kunden die Möglichkeit, defekte Verdampfer beim Hersteller umzutauschen – man würde in diesem Zusammenhang sehr kulant verfahren.

Es ist aus Kundensicht stark zu hoffen, dass es gelingt, dieses Problem schnell zu lösen. Denn gerade für Raucher, die sich mit Hilfe der E-Zigarette von ihren herkömmlichen Glimmstängeln lösen wollen (obwohl die E-Zigarette einigen Meinungen zufolge nicht zum Tabak-Entzug geeignet sein soll), kann der Ausfall eines oder mehrerer Verdampfer ein echtes Problem bedeuten – mit der Folge, dass die Notwendigkeit entsteht, doch wieder zum ungeliebten Tabakprodukt greifen zu müssen. Denn solange der Vertrieb nicht flächendeckend gesichert ist, besteht das Risiko, dass man von dem Totalausfall sämtlicher Verdampfer ausgerechnet zu einem Zeitpunkt erwischt wird, an dem man keine Gelegenheit hat, kurzfristig für Ersatz zu sorgen – etwa an einem Sonntagnachmittag, wenn der Tabakhändler geschlossen hat und die Post nicht liefert. Eine für Raucher äußerst unangenehme Situation, die den Sinn und Zweck einer E-Zigarette für so manchen Nutzer ad absurdum führen dürfte.

Bei einer stichprobenartigen Kurzbefragung bei Händlern zeigte sich, dass alle befragten Händler von „Rückfällen“ in ihrer Kundschaft berichten konnten. Dies bezog sich allerdings auf E-Zigaretten im Allgemeinen und ausdrücklich nicht speziell auf Nutzer der eGo-T. Inwieweit die erwähnte Verdampfer-Problematik auch bei anderen Fabrikaten verbreitet ist und Einfluss auf die Rückkehr etlicher „Dampfer“ zum Tabak-Glimmstängel hatte, lässt daher nicht mit Sicherheit sagen.

Erstaunlich robust im Vergleich mit den Erfahrungen mit den Verdampfern zeigte sich im Test übrigens der Akku der eGo-T: Auch nach zahlreichen Ladezyklen zeigt dieser keine Zeichen von Ermüdung oder gar eines Memory-Effekts. Dass es dennoch zur Entscheidung für den Kauf weiterer Reserve-Akkus kam, ist daher der täglichen Praxis und einem durch den Ausfall mehrerer Verdampfer geschürten größeren Sicherheitsbedürfnis auch hinsichtlich der Akkus geschuldet. Wie sich herausstellte, eine zumindest hinsichtlich der Angst vor einem Ausfall unnötige Investition, denn die eGo-T-Akkus versehen nach wie vor klaglos ihren Dienst. Dennoch stellte es sich als angenehm heraus, einen weiteren Akkus in Reserve zu haben und nicht umgehend den gerade geleerten Stromspender ans Ladegerät anschließen zu müssen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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