E-Zigarette: Warnhinweise gefordert

E-Zigarette: Warnhinweise für Liquids gefordert

zuletzt aktualisiert: 19.12.2011

Nikotinhaltige Liquids sollen in Zukunft Warnhinweise tragen, fordert die Techniker Krankenkasse (TK). Grund: Der hohe Gehalt am Nervengift Nikotin und dessen Risiken. Aber: Die TK bestätigt auch, dass viele Schadstoffe des Tabak-Rauchens bei der E-Zigarette kaum anfallen.


Warnhinweise für Liquids für E-Zigaretten gefordert: Die Techniker Krankenkasse fordert angesichts der steigenden Nachfrage für E-Zigaretten die Einführung von Warnhinweisen für nikotinhaltige Liquids. Der Nikotinkonsum einer mit einem nikotinhaltigen Liquid gefüllten E-Zigarette sei mindestens ebenso hoch wie beim Rauchen normaler Tabak-Zigaretten, meldet die Krankenkasse unter Berufung auf eine Schweizer Studie.

 

Warnhinweise für Nikotin-Liquids gefordert - aber kein Verbot

Die TK weist darauf hin, dass es sich bei Nikotin um ein Nervengift und Suchtmittel handelt.

Der Warnhinweis sei auch deshalb wichtig, um Kinder und Jugendliche nicht zum Rauchen zu verführen.

Auch dürfe Schwangeren und Herzkranken nicht vorgegaukelt werden, es handele sich um ein “gesundes Rauchen”. Es handele sich um ein gesundheitliches Risiko - was ohne Zweifel richtig sein dürfte.

 

Interessant ist das, was über E-Zigaretten nicht gesagt wird

Doch interessanter als die - verständliche - Forderung nach Warnhinweisen ist angesichts der aktuellen Entwicklungen (s. Verkaufsverbot für nikotinhaltige Liquids in NRW) fast schon, was die Krankenkasse sonst meldet - und was sie nicht fordert: Denn für eine Krankenkasse, die immerhin die gesundheitlichen Folgen sowohl des Rauchens konventionelle Tabak-Zigaretten als auch der E-Zigarette finanziell ausbaden muss, legt die Techniker Krankenkasse eine erstaunlich nüchterne und sachliche Einstellung an den Tag. Zwar weist sie auf die Gefahren des Nikotins hin und verkneift sich auch nicht den derzeit rege verbreiteten allgemeinen Hinweis auf fehlende Inhaltsangaben, damit unbekannte Inhaltsstoffe und daher nicht abschätzbare gesundheitliche Gefahren - aber sie fordert nicht die Verbannung des Produktes in die Apotheke oder gar ein völliges Verbot.

Besonnenere Wortmeldung zur E-Zigarette als von vielen “Experten”

Man sollte glauben, dass gerade derjenige, der die Spätfolgen einer Handlung bezahlen muss, ein ausgeprägtes Interesse daran hat, dass besonders gefährliche Tätigkeiten gar nicht erst ausgeübt werden können - und damit am besten gleich verboten werden. Das aber fordert die Techniker Krankenkasse (bislang noch) nicht. Im Gegenteil - die Kasse verschweigt nicht, “dass die Schadstoffe, die beim Rauchen einer gewöhnlichen Zigarette durch Verbrennung erzeugt werden, in der elektrischen Zigarette so gut wie nicht vorhanden sind.”

Und es wären immerhin “4000 giftige Stoffe”, die Tabak enthalten seien. Natürlich: Auch die Techniker Krankenkasse sagt ganz deutlich, dass die einzige gesunde Alternative zum Rauchen nicht die E-Zigarette ist, sondern das Nichtrauchen. Und damit hat sie sicherlich Recht. Doch es ist eine merkwürdig besonnene Stimme, die sich inmitten des mitunter schon hysterischen Schreis nach Verboten und Regulationen erhebt. Dass diese ausgerechnet von einer Krankenkasse kommt, erstaunt - und lässt manches vermeintliche Argument der E-Zigaretten-Gegner in einem zweifelhaften Licht erscheinen. (cm)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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