E-Zigarette: schädliche Wirkung auf Atemwege

E-Zigarette: schädliche Wirkung auf Atemwege in Studie bestätigt

zuletzt aktualisiert: 13.01.2012

Die E-Zigarette soll ihre Schädlichkeit in einer neuen Studie unter Beweis gestellt haben, berichten die “Lungenärzte im Netz”. Von gesundheitlicher Unbedenklichkeit könne keine Rede sein, so die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).

Dass die E-Zigarette schädlich ist, machen die “Lungenärzte im Netz” an den Ergebnissen einer kontrollierten Studie fest. In der hatten Forscher 30 Raucher fünf Minuten lang eine E-Zigarette dampfen lassen. Dabei stellten sie bei den Probanden eine “sofortige, signifikante Zunahme einer Atemwegseinengung” fest - im Gegensatz zu den Mitgliedern der Kontrollgruppe.

Außerdem stellten die Urheber der in der wissenschaftlichen Zeitung CHEST veröffentlichten Studie fest, dass in der ausgeatmeten Luft ein Abfall der Stickoxidkonzentration nachweisbar war. Diese Konzentration gilt als ein Marker für eine Entzündung der Bronchien.

 

Schädliche Wirkung der E-Zigarette soll überwiegend am Propyenglykol liegen - aber nicht nur.

Die Lungenärzte sehen damit den Beweis für die Schädlichkeit der E-Zigarette erbracht.

Die Autoren der Studie machen für die nachgewiesenen Auswirkungen auf die Atemwege das in den E-Zigaretten-Liquids enthaltene Propylenglykol verantwortlich, “aber auch andere Substanzen in den eingeatmeten Dämpfen”.

 

Die DGP weist in diesem Zusammenhang auf frühere Studien hin, die bereits darauf hingewiesen hätten, dass Propylenglykol die Atemwege reizt. Allerdings ist dieser Hinweis nicht eben neu und wird derzeit von nahezu jedem tatsächlichen oder auch nur vermeintlichen Experten angebracht, der sich berufen fühlt, etwas zur Thematik der E-Zigarette und ihrer Schädlichkeit zu äußern.

Auch weist die DGP darauf hin, dass es bislang keine Untersuchungen zum Langzeiteffekt bei wiederholtem E-Zigaretten-Gebrauch gibt - auch dieser Hinweis ist nicht wirklich neu - und dass die Reproduktionstoxizität des Propylenglykols ebenfalls noch nicht hinreichend erforscht wurde. Vor diesem Hintergrund warnt die DGP “nachdrücklich vor dem Konsum von E-Zigaretten”.

Ob die Studie auch Daten bezüglich der zeitlichen Dauer der durch die E-Zigarette verursachten Atemwegseinengungen und der abnehmenden Stickoxidkonzentration ergeben hat, meldet die DGP leider nicht. So bleibt unter dem Strich scheinbar kaum mehr als Altbekanntes: Propylenglykol reizt die Atemwege und zur Risikobeurteilung der E-Zigarette und ihrer Schädlichkeit elementar notwendige Studien sind noch immer nicht verfügbar. Gesund ist die E-Zigarette schon allein aufgrund des Reizpotentials des Propylenglykols nicht, ganz abgesehen vom Nikotin. Aber das war wohl schon vorher allgemein bekannt. (rm)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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