E-Zigarette: Warnung der BZgA

E-Zigarette: BZgA warnt vor gesundheitlichen Risiken

zuletzt aktualisiert: 19.12.2011

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung warnt vor gesundheitlichen Risiken der E-Zigarette und rät vom Konsum ab. Doch eine wirkliche Aufklärung gibt es nicht - die Argumente sind altbekannt.


Warnung vor E-Zigaretten: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung meldet sich nun ebenfalls im Streit um die E-Zigarette zu Wort und warnt vor dem Konsum. Dieser sei aufgrund der neben dem Suchtstoff Nikotin enthaltenen gesundheitsschädigenden Substanzen mit gesundheitlichen Risiken verbunden.

Wirklich Neues erfährt der “Dampfer”, wie die E-Zigaretten-Raucher gerne genannt werden, aus der Verlautbarung der Bundeszentrale allerdings nicht. Der inhalierte Dampf bestehe bis zu 90 % aus Propylenglykol, das “kurzfristig akute Atemwegsreizungen auslösen” könne - das ist keinesfalls zu verharmlosen, aber auch nicht wirklich neu. Dass der Stoff neben zahllosen anderen auch in normalen Zigaretten, von Dampfern gern “Pyros” genannt, enthalten sein soll, dazu findet sich kein Hinweis. Die Auswirkungen bei dauerhafter und wiederholter Inhalation seien “bislang völlig unbekannt”.

Wirklich neue Argumente zur E-Zigarette Fehlanzeige

 

Außer Ethanol, Glyzerin und Aromastoffen habe die amerikanische Kontrollbehörde FDA “in einigen Kartuschen” auch giftige Substanzen wie Nitrosamine nachweisen können.

Nitrosamine sind als krebserregend bekannt - auch sie sind in Tabak ebenfalls enthalten. Und nicht nur dort: Laut Greenpeace finden sich Nitrosamine in gesundheitsschädlichen Dosen unter anderem in Luftballons, die Wikipedia nennt als weitere Quellen Bier, Fische, gepökelte Fleischerzeugnisse, Käse und Latex-Matratzen - meist in so geringen Dosierungen, dass die Gesundheit (hoffentlich) nicht beeinträchtigt sein sollte. Auch beim Wiederaufwärmen von Spinat sei die Gefahr der Bildung von Nitrosaminen gegeben.

Aufklärung betreibt die BZgA dergestalt, dass der Aufbau und die Funktionsweise von E-Zigaretten kurz skizziert werden - das jedoch dürfte die Frage nach der konkreten Gefährdung nicht beantworten. Auch die von der BZaG geäußerte Kritik an der unzureichenden Deklaration der Inhaltsstoffe und der Hinweis auf die fehlenden wissenschaftlichen Untersuchungen über die Unbedenklichkeit des in die Raumluft entweichenden Dampfes von E-Zigaretten helfen in diesem Punkt nicht weiter.

Für erfolgreiche Rauchentwöhnung laut BZgA keine E-Zigarette, sondern Verhaltensänderung nötig

Wirklich “aufklären” kann die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung daher nicht - die Argumente reihen sich nahtlos in das ein, was auch der Tenor der Verlautbarungen des Deutschen Krebsforschungszentrums und mancher politischen Amtsträger ist. Immerhin gibt die BZgA abschließend noch einen Rat: Die E-Zigarette sei nicht geeignet, um sich das Abgewöhnen des Rauchens zu erleichtern. Für einen langfristig erfolgreichen Rauchstopp sei eine Verhaltensänderung notwendig, die mit dem E-Zigaretten-Konsum jedoch nicht erreicht werde. (cm)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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