Deutsche Bank: Ackermann fühlt sich wie Schwerverbrecher behandelt

Razzia in Vorstandsbüros der Deutschen Bank: Ackermann fühlt sich wie Schwerverbrecher behandelt

zuletzt aktualisiert: 14.11.2011

 

Deutsche Bank-Chef Ackermann ist entrüstet: Die Durchsuchung seines Büros durch die Staatsanwaltschaft München sei ehrverletzend. Außer Ackermanns Büro waren auch weitere Vorstandsbüros durchsucht worden. Es geht um den Verdacht auf Prozessbetrug im Kirch-Prozess.


Durch die Büro-Durchsuchungen bei der Deutschen Bank fühlt der scheidende Chef des Geldhauses sich kriminalisiert. Anlässlich des “Führungstreffens Wirtschaft” der Süddeutschen Zeitung äußerte Ackermann seine Sicht der Vorgänge rund um den Kirch-Prozess. “Das ist unglaublich, das ist ehrverletzend”, wird Ackermann zitiert - und weiter: “Vor allem, wenn es um so wenig geht.”

Zumindest in dem letztgenannten Punkt kann man wohl geteilter Meinung sein - denn es geht immerhin um den Verdacht auf Prozessbetrug. “Wenig” ist das nicht, auch wenn Ackermann es für ein “hartes Stück” hält, dass unterstellt würde, dass sechs Vorstände, die sich “alle in die gleiche Richtung erinnert” haben, alle lügen.

Ackermanns beabsichtigter Wechsel in den Aufsichtsrat habe unter den Ermittlungen gelitten. Zwar habe er schon vorher die Entscheidung getroffen, nicht wie geplant in das Kontrollgremium der Deutschen Bank zu wechseln. Doch durch die Ermittlungen sei dies ohnehin unmöglich geworden. Er selbst habe dem Thema immer kritisch gegenübergestanden, zumal die Corporate Governance ein solches Prozedere nur bedingt zulässt. Für die nötigen Gespräche mit den Aktionären fehle ihm sowohl die Zeit als auch die Lust.

Inzwischen jedoch sind Stimmen laut geworden, die auch vom mangelnden Rückhalt Ackermanns bei den institutionellen Anlegern berichten. Die FAZ zitiert einen Fonds-Manager mit den Worten “Kein institutioneller Investor hat sich bedingungslos für ihn ausgesprochen.” Aus welchen Gründen auch immer, der Wechsel Ackermanns an die Spitze des Aufsichtsrates der Deutschen Bank ist vom Tisch. Stattdessen ist er für den Posten des Verwaltungsratspräsidenten beim Schweizer Versicherer Zurich Financial im Gespräch.

Was die aktuellen Durchsuchungen angeht, stellt Ackermann in Aussicht, sich zu diesem Thema eingehender zu äußern, wenn er wieder in der Schweiz ist. In der Sache selbst könne er “gut schlafen”, weil er sicher sei, die Wahrheit gesagt zu haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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