DAK Ver.di Gewerkschaft empört

    DAK: Gewerkschaft Ver.di empört über Vorgehen der DAK

zuletzt aktualisiert: 26.04.2011

 

In scharfer Form hat die Gewerkschaft Ver.di die DAK angegriffen und in der April-Ausgabe ihrer Mitglieder-Information die Geschäftsführung der Lüge bezichtigt. Ein belastbares Zukunftssicherungsmodell für die Beschäftigten sei die DAK schuldig geblieben, auf den Hinweis, dass es Zugeständnisse seitens der Gewerkschaft nur innerhalb eines Haftungsverbundes geben werde, habe man seitens der DAK entrüstet reagiert. Bei einer Sitzung habe sich offenbart, dass der DAK-Spitze der Inhalt des Tarifvertragsentwurfes, den ver.di vorgelegt hatte, nicht einmal  bekannt war.

 


In ihrer Mitgliederinformation spart die Gewerkschaft nicht mit scharfer Kritik: ver.di sei von der DAK und ihrem Vize Moldenhauer dreist belogen worden. Weder habe Herr Moldenhauer um den Erhalt von Arbeitsplätzen gerungen, noch habe sich die Drohung bewahrheitet, dass der DAK-Haushalt vom Bundesversicherungsamt (BVA) nicht genehmigt werden würde - was auch gar nicht die Aufgabe des BVA sei. Den ver.di Vertretern habe sich jedoch der Eindruck aufgedrängt, dass dem Bundesversicherungsamt bei den Haushaltsberatungen die Absenkung tarifvertraglicher Leistungen bereits zugesagt worden wäre - und dass mit einem schnellen Griff in die Kassen der Angestellten Lösungen herbeigezaubert werden sollten. Zu diesem Zweck sei bereits in den Tarifverhandlungen 2010 von Herrn Moldenhauer der Haushalts- und Kassenzustand der DAK “in den schwärzesten Farben” geschildert worden - doch ein schlüssiger Finanzstatus habe erst Ende November 2010 vorgelegen.

In den Verhandlungen habe man sich seitens der DAK vehement geweigert, im Rahmen eines Haftungsverbundes die wirtschaftliche Situation offenzulegen, und ebensowenig sei die Bereitschaft vorhanden gewesen, betriebsbedingte Kündigungen auszuschließen.

Der Vorstoß des DAK-Vorstands, den Beschäftigten die Umwandlung ihres Weihnachtsgeldes (um das diese bereits im vorangegangenen Jahr hätten zittern müssen) in Freizeit “anzubieten”, verstoße gegen die Regelungen des gültigen Tarifvertrages - und verringere zudem auch noch die Personalkapazität.

Die DAK dagegen bedauert auf ihrer Webseite den Verhandlungsabbruch durch ver.di und bemängelt, dass dadurch der Weg zu kassen-individuellen Tariflösungen zumindest gegenwärtig verbaut sei. Die DAK werde jedoch weiterhin an der Senkung der Verwaltungskosten arbeiten - man benötige nicht für alle Maßnahmen eine Einigung mit dem Tarifpartner. Das von ver.di geforderte System der Tarifgemeinschaft der Kassen wird als nicht zielführende “Gleichschaltung” bezeichnet - ein Begriff, den die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft aufgrund dessen Nähe zur NS-Terminologie ebenfalls kritisiert.

Wie sich die DAK die Kostensenkung vorstellt, wurde in den vergangenen Tagen bekannt: für 2011 ist ein weiterer Personalabbau geplant - 800 Stellen sollen es den jüngsten Meldungen zufolge sein, die dem Rotstift zum Opfer fallen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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