Beitrag gesetzliche Krankenkasse

Gesetzliche Krankenkasse: Beitrag, Berechnung, Berechnungsgrundlagen.

 

zuletzt aktualisiert: 16.02.2011

Der Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse bemisst sich, da es sich um ein Solidarsystem handelt, am Einkommen des Krankenkassenmitglieds. Auch unterscheidet sich der Beitrag vom Grundsatz her zunächst nicht zwischen den jeweiligen Krankenkassen. Er wird prozentual vom Arbeitsengelt berechnet und beträgt über alle Krankenkassen hinweg 15,5 %.

Diese 15,5 % sind der allgemeine Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenkasse. Daneben gibt es noch einige Sonderregelungen, wie etwa den ermäßigten Beitragssatz für Selbständige von 14,9 %. Dieser beinhaltet allerdings kein Krankengeld. Das Krankengeld stellt einen Wahltarif der gesetzlichen Krankenkassen dar und kann zusätzlich vereinbart werden. Allerdings verlängert sich dadurch auch die Bindungsfrist von 18 Monaten auf 3 Jahre mit der Folge, dass das Mitglied erst später die Mitgliedschaft in seiner gesetzlichen Krankenkasse kündigen kann. Auch für Studenten und freiwillig Versicherte weicht der Beitrag in der gesetzlichen Krankenkasse ab – mitunter sogar erheblich. Für die Einzelheiten zum Beitrag der Krankenkasse bei diesen Personengruppen sind jeweils separate Informationsseiten hinterlegt, die unter diesem Beitrag aufgeführt sind.

 


Zusätzlich zum reinen Krankenkassenbeitrag wird der Beitrag zur Pflegeversicherung erhoben. Dieser beträgt 1,95 %, für Kinderlose, die das 23. Lebensjahr vollendet haben, gilt ein Zuschlag von 0,25 % in der Pflegeversicherung.

Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse nach oben hin begrenzt

Berechnung und Erhebung des Krankenkassenbeitrags sind durch eine Obergrenze in Form der Beitragsbemessungsgrenze in der Höhe begrenzt. In der gesetzlichen Krankenkasse und Pflegeversicherung beläuft sich diese Obergrenze auf 3712,50 Euro monatlich – für darüber liegende Einkünfte muss kein Beitrag an die Krankenkasse entrichtet werden. Allerdings sind über der Beitragsbemessungsgrenze liegende Einkünfte auch für die Berechnung eines Krankengeldes ohne Belang – die sich auftuende Versorgungslücke wird vielfach über zusätzliche, oft private, Versicherungsangebote geschlossen.  Solche zusätzlichen Vorsorgemaßnahmen sind natürlich nicht über den regulären Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse abgegolten.

Einen Unterschied beim Beitrag gibt es zwischen den gesetzlichen Krankenkassen hinsichtlich des von einigen Kassen erhobenen Zusatzbeitrages. Während viele Kassen auf diese zusätzlich, ausschließlich vom Versicherten und nicht vom Arbeitgeber zu zahlende Mehrbelastung des Beitragszahlers verzichten, haben einige Kassen wie etwa die DAK und die KKH-Allianz einen Zusatzbeitrag eingeführt. Diese Maßnahme hat starke Abwanderungen in Bewegung gesetzt, da viele Mitglieder nicht dazu bereit sind, eine weitere Belastung durch Beiträge zu akzeptieren. Daher kam es vermehrt zu Kündigungen (allein bei der DAK über 450.000) unter den Mitgliedern, die statt dessen zu einer gesetzlichen Krankenkasse ohne Zusatzbeitrag wechseln. Aufgrund der Krankenkassenvergleiche im Internet und der unkomplizierten Wege ist ein Wechsel meist einfach zu bewerkstelligen, wovon rege Gebrauch gemacht wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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