Atomausstieg: Milliardenverluste führen zu höheren Strompreisen

Atomausstieg: Verluste von bis zu
22 Milliarden Euro befürchtet.
Stromkonzerne fordern Kompensation.

 

Die Landesbank Baden-Württemberg geht in einer Studie davon aus, dass allein E.on und RWE durch den Atomausstieg mit bis zu 22 Milliarden Euro Kosten belastet würden. Für entgangene Gewinne und Wertverluste wollen die Stromkonzerne entschädigt werden.

34,3 Milliarden Euro Gewinn aus der Kernenergie hätten es bis zum Jahr 2022 werden können - durch den Atomausstieg bleibt davon laut Studie nur noch gut ein Drittel übrig, nämlich 12,8 Milliarden Euro. Einen Teil dieser Verluste werden die Konzerne wohl durch steigende Strompreise kompensieren, aber auch vom Staat wollen die Unternehmen einen Ausgleich für ihre Verluste.

Streitpunkt ist auch die Brennelementesteuer. Trotz des Atomausstiegs will die Bundesregierung bislang keine Änderungen an der Brennelementesteuer vornehmen. Das wollen die Stromkonzerne so nicht hinnehmen: E.on hat bereits angekündigt, gegen die Brennelementesteuer klagen zu wollen, und auch RWE erwägt eine Klage.

Auf die Politik der Stromkonzerne hat der deutsche Atomausstieg ohnehin nicht immer Einfluss: Vattenfall beispielsweise hat bereits angekündigt, neue Reaktoren bauen zu wollen - wenn auch nicht für den deutschen, sondern für den schwedischen Markt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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