Wartezeiten Arzttermine

Ärztemangel: Kliniken unterschiedlich stark betroffen

zuletzt aktualisiert: 08.11.2012

 

Der Ärztemangel trifft kleine Kliniken offenbar erheblich stärker als die großen Häuser. Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) führte eine Umfrage unter 547 Krankenhäusern durch, die zu diesem Ergebnis führte. Während Universitätskliniken und große Krankenhäuser unter dem Ärztemangel weniger zu leiden haben, haben kleine Krankenhäuser oftmals große Schwierigkeiten, ihren Bedarf an medizinischem Fachpersonal zu decken.

Dabei trifft der Ärztemangel nicht nur kleine Krankenhäuser, auch Rehabilitationskliniken, psychiatrische Krankenhäuser und Fachkrankenhäuser haben erhebliche Schwierigkeiten bei der Besetzung der offenen Stellen. In den Augen von VKD-Präsident Joseph Düllings hat diese Situation zu einem Großteil die Politik zu verantworten, die zu Zeiten der Ärzteschwemme das Studienplatzangebot um 10 % reduziert hatte. Nun sei es an der Zeit, diese falsche Weichenstellung wieder zurückzunehmen.

 

Derweil versuchen die Krankenhäuser auf eigene Faust, dem Ärztemangel in den Kliniken zu begegnen, indem sie ihre Attraktivität als Arbeitgeber erhöhen. Dazu bieten sie flexiblere Dienstzeiten und Halbtagsstellen an. Noch in den Kinderschuhen stecken aber wohl erste zaghafte Versuche, Krankenhäuser als Arbeitgeber familienfreundlicher zu gestalten. Lediglich 12 % der Kliniken könnten bislang Kitaplätze anbieten – hier können noch einiges getan werden, so Düllings.

Kliniken begegnen dem Ärztemangel mit Eigeninitiative

Auch in einem anderen Bereich werden die vom Ärztemangel betroffenen Kliniken aktiv: so würden bereits heute viele Krankenhäuser ihren ausländischen Ärzten Sprachschulungen bezahlen. Dies ist offenbar notwendig, da der Anteil ausländischer Ärzte massiv angestiegen ist – bei den Assistenzärzten etwa liegt der Anteil mitunter bereits bei über 50 Prozent. Während die fachliche Kompetenz der aus dem Ausland kommenden Ärzte oft recht gut ist, wie Düllings betont, lassen die Sprachkenntnisse oft zu wünschen übrig. Das wiederum führt zu einem Sicherheitsproblem, da die Kommunikation im Krankenhausteil des Sicherheitsnetzes sei - ohne entsprechende Sprachkenntnisse könnten die ausländischen Ärzte Abläufe in Kliniken jedoch nur schwer nachvollziehen.

Nur 13 % der Allgemeinkrankenhäuser zahlen übrigens übertarifliche Gehälter. Düllings vom Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands sieht in dem Umstand, dass trotz der angespannten Personalsituation nicht auch höhere Gehälter als Mittel zur Gewinnung von Personal genutzt werden, ein Hinweis darauf, wie angespannt die Finanzlage der Krankenhäuser ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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