AOK: Rückzahlungen in Millionenhöhe durch falsche Abrechnungen

AOK: fehlerhafte Krankenhausabrechnungen führen zu 55 Millionen Euro Rückerstattung

zuletzt aktualisiert: 27.04.2011

 

Die AOK hat durch fehlerhafte Krankenhausabrechnungen einen Rückerstattungsanspruch in Höhe von 55 Millionen Euro - in Baden-Württemberg. 40 % aller überprüften Rechnungen sind somit falsch.

 


Im Jahr 2009 waren von 100.000 Krankenhausrechnungen über 40.000 fehlerhaft und führten zu unnötigen Mehrkosten für die Krankenkasse - Mehrkosten, die sich die AOK erstatten lässt. 55 Millionen Euro fließen so zurück in die Kassen, doch reine Freude will sich trotzdem nicht einstellen.

 

Der Grund dafür ist eine gesetzliche Vorschrift, die besagt dass für jede Prüfung, die nicht mit dem Ergebnis einer Rechnungsminderung endet, eine Aufwandsentschädigung von pauschal 300 Euro an das Krankenhaus abzuführen ist. Die Krankenkassen müssen sich daher genau überlegen, wann sie eine Rechnung beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen prüfen lassen. Von den 55 Millionen Euro, die die AOK sich auf diesem Weg zurückholen konnte, flossen so 8,1 Millionen Euro wieder an die Krankenhäuser. Doppelt ärgerlich, denn früher betrug die Pauschale gerade einmal ein Drittel, also 100 Euro.

Trotzdem zeigt die hohe Fehlerquote bei den Abrechnungen, dass die Krankenkassen kaum eine andere Wahl haben als die Abrechnungen zu prüfen. Der AOK zufolge geht der Bundesrechnungshof von einer Gesamtsumme von über 875 Millionen Euro für erstattungspflichtige, weil fehlerhafte Abrechnungsbeträge aus. Der Chef der AOK Baden-Württemberg, Rolf Hoberg, fordert daher eine gleichberechtigte Behandlung in der Form, dass nicht nur die Kassen mit 300 Euro zur Kasse gebeten werden, sondern dass auch die Krankenhäuser bei Abrechnungsfehlern Strafen zahlen müssen.

Ungeachtet dieser Probleme beabsichtigt die AOK, auch weiterhin die Prüfungen auszuweiten. Das scheint unter den gegebenen Umständen Sinn zu machen - und hilft vielleicht, die Einführung eines Zusatzbeitrages auch für die Zukunft zu vermeiden.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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