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Allianz: Abmahnung wegen Benachteiligung von Riesterkunden
 

zuletzt aktualisiert: 15.06.2012

 

Bei der Riester-Rente soll die Allianz ärmere und ältere Kunden benachteiligen, kritisieren die Verbraucherzentrale und der Bund der Versicherten. Aus diesem Grund erhält der Branchenprimus der Versicherungswirtschaft eine Abmahnung.

Zu den von der Allianz laut Verbraucherschützern bei der Riester-Rente benachteiligten Kunden zählen insbesondere ärmere, kinderreiche sowie ältere Kunden. Denn diese Gruppen erhielten nur eingeschränkt eine Beteiligung an den vom Versicherer erzielten Überschüssen. Gemeint sind hierbei vor allen Dingen die sogenannten Kostenüberschüsse. Diese werden erzielt, wenn der Versicherer für den Vertrag weniger Kosten hat, als ursprünglich kalkuliert wurden. Wenigstens die Hälfte dieser Kostenüberschüsse stehen laut Verbraucherzentrale Hamburg dem Versicherungsnehmer zu.

Verbraucherzentrale findet deutliche Worte

Doch die "Allianz sieht ärmere Kunden über den Tisch", befindet die Verbraucherzentrale – denn Kostenüberschüsse bekämen nur diejenigen, bei deren Vertrag das sogenannte Garantiekapital einen Wert von 40.000 € überschreitet. Doch das sei für kinderreiche, ärmere oder ältere Kunden kaum zu schaffen. Zudem bemängelt die Verbraucherzentrale, dass die Kunden über diese Benachteiligung nicht deutlich genug aufgeklärt würden. Es sei geradezu eine "Schnitzeljagd durch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Versicherungsinformationen und den Geschäftsbericht" notwendig, um dieser Ungleichbehandlung auf die Spur zu kommen, die zudem gegen das Versicherungsrecht verstoße.

Schätzungsweise 3500 Euro fehlen Riesterkunden zu Rentenbeginn.

 

Schätzungen beim Bund der Versicherten besagen, dass Allianz-Riester-Kunden in der Folge zu Rentenbeginn ein Betrag von 3500 € fehlt.

Die Verbraucherzentrale bezeichnet dies als eine soziale Schieflage im Zusammenhang mit einem staatlich geförderten Produkt, die unerträglich sei, weshalb die Verbraucherzentrale zusammen mit dem Versichertenschutzverein die Allianz abgemahnt hätte. Der Versicherer wurde aufgefordert, diese Ungleichbehandlung seiner Kunden zu beenden.

 

 

Allianz weist Vorwürfe zur Riester-Rente zurück

Inzwischen hat die Allianz auf die Abmahnung reagiert, indem sie die Abgabe einer Unterlassungserklärung verweigerte. Auf der Website der Allianz äußert sich Dr. Alf Neumann, Vorstand für Privatkunden und Produkte bei der Allianz Leben, zu den Vorwürfen und weist diese weit von sich. Wenn Kunden von Kostenüberschüssen nicht profitierten, dann deshalb, weil sie aufgrund eines unterdurchschnittlichen Beitrages zum Entstehen der Kostenüberschüsse nichts beigetragen hätten. Auch sei die Kritik einiger Verbraucherschützern nicht schlüssig: Mal werde moniert, dass die Informationsflut Kunden überfordere, während man an anderer Stelle kritisiere, dann sollte Vertragsunterlagen nicht alle denkbaren Zusatzinformationen ersichtlich sein. Die geforderte Erklärung werde die Allianz nicht abgeben, da es für das Unternehmen keinen Grund gebe an der Rechtmäßigkeit seiner Riester-Bedingungen zu zweifeln.

Zur Kritik des BdV an der Rentabilität der Riester-Renten äußerte Neumann, dass es sich bei der Riester-Rente tatsächlich um eine sehr rentable Vorsorgeform handele. Dabei bezieht sich Neumann auch auf externe Gutachter wie etwa das "Institut für Transparenz in der Altersvorsorge (ITA)" – doch gerade dessen Studie ist nicht unumstritten. Zudem bezeichnet sich das ITA zwar als unabhängig, erhält seine Aufträge (nach eigenen Angaben auf der Website) jedoch überwiegend von Unternehmen aus der Versicherungswirtschaft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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