Allergie: Kinder mit Haustieren seltener betroffen

Allergie: Kinder mit Haustieren kein höheres Allergierisiko

zuletzt aktualisiert: 14.06.2011

Eine Allergie tritt bei Kindern, in deren Haushalt Hund oder Katze leben, nicht häufiger auf als ohne Haustiere. Im Gegenteil: Einer Langzeitstudie zufolge können Haustiere das Risiko einer Allergie bei Kindern sogar senken.


 

Forscher des Henry Ford Hospital in Detroit geben jetzt Entwarnung: Eltern, die Sorge haben, dass das Risiko einer Allergie für ihre Kinder durch Hunde oder Katzen im Haus erhöht wird, sind auf dem falschen Dampfer. Allergien tauchen in Tierhaushalten nicht häufiger auf als in tierlosen Kinderstuben - im Gegenteil: mitunter können die haarigen Familienangehörigen das Risiko einer Allergie sogar signifikant senken.

Allerdings sind für die positiven Aspekte eines Tieres im Haus sowohl das Geschlecht des Kindes als auch die Art des Haustieres nicht ganz unwichtig. War im ersten Lebensjahr des Kindes eine Katze im Haus, dann halbierte sich der Anteil der Kinder, die später an einer Katzenhaarallergie litten gegenüber den katzenlosen Kindern. Bei Hunden war es ähnlich - zumindest für die Kinder männlichen Geschlechts. Die Jungen hatten auch bei Hunden, die im ersten Lebensjahr mit im Haus lebten, ein um die Hälfte geringeres Allergierisiko - Mädchen hatten dagegen keine Vorteile von ihrem Hunde-Kontakt. Der Grund dafür konnte allerdings noch nicht herausgefunden werden - möglicherweise hat die Art, mit den Tieren umzugehen, Auswirkungen.

Zumindest aber scheint gerade die erste Zeit nach der Geburt besonders wichtig für das spätere Allergierisiko zu sein. Weitere Untersuchungen sollen nun zeigen, ob das Zeitfenster noch weiter eingegrenzt werden kann.

Grundlage für die Untersuchung waren die Daten einer über 20-jährigen Langzeitstudie mit Kindern der Geburtsjahrgänge 1987 bis 1989. Die Gesundheit und die Lebensumstände der Kinder wurden durch regelmäßige Befragungen in Erfahrungen gebracht, und im Alter von 18 Jahren wurden bei über 550 Teilnehmern Blutproben analysiert, um Allergene gegen Hunde und Katzen festzustellen.

Ein erhöhtes Risiko für eine Allergie der Kinder besteht der Untersuchung zufolge also nicht - und vielleicht vermag der Umgang mit den haarigen Hausfreunden sogar die Gesundheit des eigenen Nachwuchses zu stärken. Eine gute Nachricht für frischgebackene Eltern.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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